© Dr. Hansjörg Biener
Gleichwelle 594 kHz
 
Der Hessische Rundfunk wird bis 2010 seine Mittelwelle 594 kHz einstellen. Alle Sonderprogramme inklusive der Eigenproduktionen in Spanisch und Griechisch für Menschen mit Migrationshintergrund werden eingestellt. Intendant Helmut Reitze begründete dies mit Sparmaßnahmen, die bis 2012 64 Mio. Euro Kosten wegfallen lassen sollen. Kürzungen wird es auch im Programm von hr3 und YOU FM sowie im Kinderprogramm von hr2-kultur geben. (www.hr-
online.de/website/derhr/home/presse_meldung_einzel.jsp?rubrik=4820&key=presse_lang_36885900)

Am 7. Dezember 1923 gründeten fünf private Gesellschafter in Frankfurt die „Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG“. Sie wurde nach Berlin und Leipzig die dritte regionale Funkgesellschaft mit täglichen Rundfunksendungen. Am 1. April 1924 begann der Südwestdeutsche Rundfunk mit täglichen Rundfunksendungen aus einem Studio unter dem Dach des Postscheckamtes in der Frankfurter Innenstadt. Die künstlerische Leitung übernahm Dr. Hans Flesch, die Verwaltungsleitung Dr. Wilhelm Schüller. Anfangs setzte sich das Programm überwiegend aus musikalischen Darbietungen, Vorträgen und Nachrichten zusammen.

Am 24. Oktober 1924 glaubten die Hörer des Senders Frankfurt kaum ihren Ohren, denn sie hörten das erste deutsche Hörspiel. Auf Welle 467 war der Teufel los. Hans Flesch hatte einen ersten Versuch unternommen, mit den Möglichkeiten des neuen Mediums zu spielen. Eine Märchentante löst den "Spuk im Äther" aus. Sie will unbedingt einmal ein Märchen erzählen. Während sie loslegt, ertönen Zahlen, Tanzmusik setzt ein und ungerufen beginnt eine Trompete zu spielen. Die Rundfunkleute müssen allerhand durchstehen, bis sie den Urheber des Spuks finden. Hans Flesch (1896-1945) war ab 1924 künstlerischer Leiter des Südwestdeutschen Rundfunkdienstes. 1929 wurde er zum Intendanten der Berliner ,Funk-Stunde' berufen, 1933 von den Nationalsozialisten abgesetzt. Sein Schicksal 1945 ist ungeklärt. Da Fleschs Zauberei auf dem Sender im Original nicht erhalten ist, produzierte der Hessische Rundfunk den "Versuch einer Sendespiel-Groteske" unter der Regie von Theodor Steiner 1962 neu.

Am 1. Juni 1945 eröffnete die US-amerikanische Verwaltung Radio Frankfurt als Sender der US-amerikanischen Besatzungszone. Radio Frankfurt sendete aus einem Hotel in Bad Nauheim, bis man am 15. Februar 1946 in das notdürftig hergerichtete Frankfurter Funkhaus umzog. Am 23. August 1947 nahm die Mittelwelle am Heiligenstock wieder den Betrieb auf. Eingesetzt wurde eine mobile Sendeanlage, wie sie die Reichspost im Weltkrieg an verschiedenen Standorten Europas verwendet hatte.

AP-Meldung Kurzwelle für Ostzone, in: Nürnberger Nachrichten 3,1947,103 (31.12.1947), S. 2: „Die amerikanische Militärregierung eröffnet über den Frankfurter Sender eine Reihe von Kurzwellensendungen für die deutsche Bevölkerung in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands. Wie der Leiter der Rundfunkabteilung bei der amerikanischen Militärregierung, Herbert C. Gross, in der Eröffnungssendung ausführte, gäbe es unglücklicherweise Gebiete in Deutschland, in denen - ebenso wie in der Vergangenheit - auch jetzt wieder durch ein politisches Einparteiensystem die Redefreiheit unterdrückt würde. ‚Wir hoffen‘, so fuhr Gross fort, ,daß die Bevölkerung dieser Gebiete durch Abhören der neuen Kurzwellenprogramme des Senders Frankfurt neuen Mut und neue Hoffnung schöpfen wird.‘“ (vollständig zitiert)

Nach dem Weltkrieg schlossen die Amerikaner verschiedene Territorien und ehemalige preußische Gebiete zu einem Land zusammen. Im September 1945 wurde Hessen gegründet, das damit auf kein historisches Bewusstsein zurückgreifen konnte. Es entstand ein Land mit verschiedenen Zentren. So ist Wiesbaden die politische Hauptstadt, Frankfurt (Main) eine Hauptdrehscheibe von Wirtschaft und Verkehr, während die traditionsreichste Universität des Landes in Marburg beheimatet ist. Bei den Feiern zum 50-jährigen Bestehen des Bundeslandes wurde besonders auch die Arbeit des Hessischen Rundfunks gewürdigt, der eine wichtige Rolle bei der Bildung eines Gemeinschaftsbewusstseins gespielt habe. Ein Beispiel sei Heinz Schenk und seine Sendung „Zum Blauen Bock“.

Gründung des Hessischen Rundfunks
Am 2. Oktober 1948 verabschiedete der Hessische Landtag ein Gesetz zu Errichtung des Hessischen Rundfunks als Anstalt des Öffentlichen Rechts. Am 31. Dezember 1948 konstituierte sich der Rundfunkrat unter Ministerialdirektor Kurt Magnus, am 15. Januar 1949 der Verwaltungsrat unter Staatssekretär a.D. Hans Bredow. Am 28. Januar 1949 übergab der amerikanische Militärgouverneur General Lucius D.
Clay den  Rundfunk in Hessen in deutsche Hand. Bei einer Diskussionsrunde aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums lobte HR-Intendant Prof. Berg das hessische Rundfunkgesetz. Viele spätere Rundfunkgesetze seien schon wieder stärker dem Parteienproporz und den Lobbygruppen ausgesetzt gewesen. Insbesondere aber die überschaubaren Größen der Kontrollgremien erlaubten ein wirklich effektives Arbeiten.

Am 1. September 1949 zog die Amerikanische Militärregierung die Mittelwelle 1196 kHz vom Sender Frankfurt ab und übergab sie an die "Stimme Amerikas" aus München-Ismaning. Die Frankfurt zugewiesene Frequenz 1438 kHz reichte kaum zur Versorgung des eigenen Sendegebiets und ging später auch an Radio Luxemburg verloren. Im Querschnitt (1. April bis 30. September 1950), in: Rundfunk und Fernsehen 1950,8/9, S. 113-126, S. 116, wurde die Empfangslage so beschrieben: „Seit Einführung des Kopenhagener Wellenplans können nur noch etwa 10 % aller Hörer den Hessischen Rundfunk ungestört empfangen.“

1978 Genfer Wellenplan
Am 23. November 1978 trat ein neuer Wellenplan in Kraft, der für zunächst elf Jahre die Zuweisungen für 10000 Lang- und Mittelwellen in Europa, Afrika, Asien und Ozeanien regelte. Der Hessischen Rundfunk sendete nun auf der Gleichwelle 594 kHz, wobei die Sender Frankfurt und Hoher Meißner (51°12‘28“N  09°50‘47“O) jeweils im Südwesten bzw. Nordosten des Bundeslandes angesiedelt waren. Auch wenn der Hessische Rundfunk in den achtziger Jahren immer neue Programmangebote auf UKW aufbaute, blieb die Mittelwelle nicht völlig unbeachtet. Im November 1980 gab es hier zum Beispiel die mehrstündige Berichterstattung über den Papstbesuch in Deutschland.

1988 immer mehr Sonderprogramme auf Mittelwelle
Ab 1988, als sie ein Messeradio und die Olympiawelle ausstrahlte, wurde die Mittelwelle immer mehr zur Ergänzung der Programmangebote herangezogen. Am 27. November 1989 verlegte der Hessische Rundfunk seine abendlichen Gastarbeitersendungen von der vierten UKW-Kette auf die Mittelwelle. Eine auch für deutschsprachige Hörer und Hörerinnen gedachte Programmalternative begann am 5. Januar 1998. Zur Abstützung der Satellitenversorgung gab der Hessische Rundfunk seine hr-plus-Programme auch auf terrestrische Frequenzen. Auf der Mittelwelle kam nun hr1-plus, eine Programmfläche mit leichter Musik und regelmäßigen Nachrichten und Informationsmagazinen.
 

Eine mittlerweile "historische" Reichweitenkarte von 1977: Dunkel die Tagesreichweite, hell die Reichweite bei Nacht. 

Die Mittelwelle 594 kHz wird in Gleichwelle von Sendern bei Frankfurt/Main (250 kW) im Süden und auf dem Hohen Meissner (90 kW) im Norden betrieben. In früheren Jahrzehnten wurde mit bis zu 950 kW gesendet, wobei durch Richtstrahlung die Gleichkanalsender in Schweden und Bulgarien geschützt wurden.
Die Mittelwelle übertrug traditionell das erste Programm des Hessischen Rundfunks und abends das Ausländerprogramm. Ab 1998 wurde die Mittelwelle für Zusatzprogramme des Hessischen Rundfunks genutzt.

 

2001 hr-chronos
Am 5. Februar 2001 startete der Hessische Rundfunk hr 1 plus als Nachrichten- und Ereignisradio hr-chronos neu. Unter dem neuen Namen und mit einem noch größeren und vielfältigeren Angebot an aktuellen und hintergründigen Wortsendungen sollte hr-chronos wieder mehr Hörer auf die Mittelwelle locken. Ansagen Ende Januar versprachen „noch mehr klare Worte“. In einer Pressemitteilung beschrieb der für die Welle verantwortliche Redakteur Leopold Schuwerack das Programm so: „Wir verzichten auf  Musik als Einschaltimpuls. Wir setzen auf ein enges Nachrichtenraster, kompakte Informationen und die Übertragung wichtiger Ereignisse in authentischer Länge.“ Erhalten bleiben die Sendungen für ausländische Mitbürger am Abend und Samstagnachmittag. Die Zwischenmusik von hr-chronos ist ruhig und melodisch und vor allem instrumental geprägt. Wichtige Sportereignisse, Kulturveranstaltungen wie die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels oder entscheidende  Bundestags- oder Landtagsdebatten sollen aktuell ins Programm genommen. Leopold Schuwerack erinnert in diesem Zusammenhang an das Olympiaradio 2000, als die Mittelwelle zwei Wochen lang sieben Stunden live aus Melbourne berichtete und damit das breiteste Angebot der ARD hatte. Im Juni 2001 berichtete  das hr-chronos-Team aus einem gläsernen Studio täglich von frühmorgens bis Mitternacht live vom 29. Deutschen Evangelischen Kirchentag, der vom 13. bis 17. Juni auf dem Frankfurter Messegelände stattfand.

2003 hr-skyline
Seit dem 30. Juni 2003 besteht das Mittelwellenprogramm hr-chronos nicht mehr. Bereits zum 16. Juni 2003 war das Programm eingeschränkt und teilweise durch hr-skyline abgelöst worden. Auf der Mittelwelle 594 kHz läuft jetzt das Wirtschaftsradio hr-skyline. Erhalten bleiben die Fremdsprachensendungen am Abend  19.00-22.00 Uhr Ortszeit und anlassorientiert Direktübertragungen aktueller Ereignisse. Im Gegensatz zu ursprünglichen Ankündigungen wird der Programmname hr-chronos jedoch für diesen Zusatzdienst nicht mehr benutzt.
Wie beim UKW-Programm von hr-skyline ist auf 594 kHz damit jetzt zwischen 22.00 und 00.05 Uhr das Programm von hr4 zu hören . Allerdings dürfte diese Praxis nur für die nächsten Monate gelten, da hr-skyline im kommenden Jahr zum Nachrichtenradio ausgebaut werden soll, womit die hr4-Übernahmen entfallen dürften und wohl auch nachts die Übertragung eines anderen Informationsprogrammes zu erwarten ist. hr-skyline wird dann grundsätzlich im Funkhaus in der Bertramstraße produziert, da in den derzeitigen Studios im Main-Tower kein Platz für die Abwicklung eines vollen Nachrichtenformates ist; diese Studios sollen jedoch nicht ganz aufgegeben werden. Unter Verweis auf diesen Umzug von hr-skyline soll hr4 ab kommendem Jahr in Kassel produziert werden. Pressemitteilung hierzu sowie zu dem Umstand, daß hr4 künftig nur noch drei Regionalversionen aufweist und auf diese Weise zusätzliche UKW-Frequenzen für hr-XXL und hr-skyline gewonnen werden sollen: http://www.hr-online.de/d/ihrsender/presse/presse_meldung_einzel_jsp/key=presse_lang_503068.html

2004 hr-info
Der Hessische Rundfunk hat sein Informationsradio neu gestartet. Wirtschaftsthemen bleiben für das Informationsprogramm, das Anfang 1998 als Wirtschaftsradio gestartet war, wichtig, doch werden Politik, Kultur und der Sport mehr Raum erhalten. Gleichzeitig mit der Neuformatierung wurde das Programm auch von hr-skyline zu hr-info umbenannt (Homepage seit 30.8. www.hr-inforadio.de).
Seit Montag, 30. August 2004, wird das Werktagsprogramm 6.00-22.00 Uhr durch eine "Stundenuhr" gegliedert. Künftig kommen alle Viertelstunde Nachrichten bzw. Wirtschaftsnachrichten und dazwischen zu festen Sendezeiten Hintergrundinformationen aus Politik und Wirtschaft, Hessen (:12 / :42), Sport (:25) und Kultur (:48). Am Wochenende dagegen sind längere Wortsendungen zu einzelnen Themenbereichen zu hören.
Sonntags um 11.00 Uhr beispielsweise informiert ein Medienmagazin über die neuesten Entwicklungen von der Filmbranche bis zum Computermarkt. Anschließend folgen im Funkkolleg um 11.30 Uhr Bildungssendungen zu gesellschaftlich relevanten Themen, von „Ernährung heute“ bis „Liebe – zwischen Sehnsucht und Simulation“. Multikulturelle Beiträge der Ausländerredaktion sind sonntags um 14.05 und um 20.35 Uhr zu hören. Von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens übernimmt hr-info das nächtliche Wortprogramm von MDR-Info.
hr-info wird terrestrisch über die Mittelwelle 594 kHz ausgestrahlt, sowie über die UKW- Frequenzen
Gießen 99,2 MHz, Limburg 99,2 MHz, Seeheim 88,2 MHz,  Fulda 89,7 MHz, Wiesbaden 97,2 MHz, Frankfurt 103,9 MHz und Darmstadt 107,0 MHz. Montags bis samstags 19.00-22.00 Uhr wird die Mittelwelle für Ausländerprogramme abgetrennt.


Pressephoto © hr-info (aus Anlass des Sendestarts zur Verwendung freigegeben)

Mittelwelle Weiskirchen 594 kHz

Der "Sender Frankfurt" steht in Weiskirchen an der durchaus passenden Anschrift "außerhalb 13" auf freiem Feld. Der Sendestandort ersetzte am 18. Sept. 1967, nach anderen Quellen am 16. Okt. 1967  den seit 1926 bzw. 1947 benutzten Standort am Heiligenstock. Zur Verfügung standen damals 2 150-kW-Sender für 593 kHz.

Die 2-Mast-Anlage ist von der Autobahn Frankfurt-Würzburg aus gut sichtbar und über die Ausfahrt Obertshausen auch leicht zu erreichen.

Mitte Juni 2003 schlug der Blitz in den Sender Rodgau-Weiskirchen bei Frankfurt ein, so dass der wegen eines Ersatzzeilproblems nur mit 50 kW betrieben werden konnte. Der Abfall in der Empfangsqualität im weiter entfernten Süddeutschland war deutlich. Seit 1. Juli 2003 war hr Chronos auf 594 kHz in Süddeutschland wieder in gewohnter Empfangsstärke zu hören.

In den vergangenen Jahren organisierte Dr. Hansjörg Biener für der Kurzwellenring-Süd regelmäßig Senderbesuche.  Die Photos des "Senders Frankfurt" stammen aus einem Vorbesuch 1999. Die Feldwege sind nur für Anlieger, aber wer die Anlage photographieren will, hat ja auch ein Anliegen. Ein Mast steht beim Betriebsgebäude, der andere Mast mit kleiner Umzäunung im Feld.

Der Hessische Rundfunk hat am 31. Dez. 2009 die Gleichwelle 594 kHz aufgegeben. Damit entfallen auch die auf diesem Übertragungsweg verbreiteten Sondersendungen, etwa Bundestags- und Landtagsdebatten oder die Sendungen in Fremdsprachen. Bereits im April 2009 hatte der Hessische Rundfunk (hr) ein umfangreiches Sparpaket in Höhe von 64 Millionen Euro bis 2012 bekanntgemacht Teil dieses Sparpakets ist auch die Beendigung der stromintensiven Mittelwellenverbreitung im hr-Sendegebiet. (www.hr-online.de/website/derhr/home/presse_meldung_einzel.jsp?rubrik=4820&key=presse_lang_38504513 28.12.2009)

In Kassel, das sich ebenfalls als Sitz einer regionalen Rundfunkgesellschaft beworben hatte, wurde am 25. Januar 1925 der erste Nebensender des Frankfurter Rundfunks offiziell eröffnet. Er strahlte nun Frankfurter Programme, aber auch Eigenproduktionen aus. Die Sendeantenne für  den 1,5-kW-Sender war an zwei 28 m hohen Masten  auf dem Dach der Oberpostdirektion aufgehängt.

Da die Frankfurter Anlage zum Schutz des Senders Sundsvall nach Norden abgeschirmt war, errichtete der Hessische Rundfunk am Hohen Meissner (Hausen Lichtenau) eine kleinere Sendeanlage für Nordhessen.
Die Mittelwelle wurde am 1. Juni 1952 mit 20 kW eröffnet, doch wurde die Sendeleistung im Kalten Krieg bis zu 250 kW ausgebaut. Am Hohen Meißner standen zwei Türme mit 110 und 160 m Höhe.

Die Chronik (1.7.52-28.2.53), in: Rundfunk und Fernsehen 1953,2, S. 77-100, S. 79, vermerkte für den 26. Juli 1952 Einweihung eines 20-kW-Mittelwellensenders und eines 10-kW-UKW-Senders am Hohen Meißner
„Am 15.7.[1968] wurde die Leistung des MW-Senders Meißner (593 kHz) von 20 auf 30 kW erhöht.“
[Chronik (1.7.-30.9.1968), in: Rundfunk und Fernsehen 16,1968,4, S. 429-447, S. 432.]
 
 
 
 
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