DRM-Gleichwelle
Berlin 1485 kHz
Bei den Sendungen zur Internationalen Funkausstellung (29. Aug.-3. Sept. 2003) sendete die Gleichwelle Berlin-Frohnau, Schäferberg und Rüdersdorf 1485 kHz mit 20 kbit/s mono. Das bedeutete für Musik akzeptable Audioqualität, wie man sie bisher auch auf typischen tragbaren Radios hätte. Allerdings waren bei Sprache auch Artefakte wahrzunehmen. In großer Entfernung ging das digitale Rauschen im allgemeinen Durcheinander dieser in Europa für Kleinsender bestimmten Frequenz unter.
104|9 OldieStar Radio hat aus Anlass der Internationalen Funkausstellung im Sept. 2005 mit Testsendungen im DRM-Modus begonnen. Auf der 1485 kHz übertrug T-Systems zur IFA gelegentlich auch die RBB-Welle Radio Eins. Bereits im April 2005 hatte die Medienanstalt Sachsen-Anhalt die Mittelwelle Burg 1575 kHz für eine digitale Verbreitung von 104|9 OldieStar Radio vergeben. Die Oldie-Welle sendet auch über die UKW-Frequenz 104,9 MHz vom Standort Oranienburg und erreicht von hier aus Teile von Berlin und Brandenburg. Zusätzlich ist 104|9 OldieStar Radio seit 29. August 2005 auch via DVB-T Radio in Berlin zu hören.
Nach dem dritten Zonenprotokoll vom 26. Juni 1945 erstreckte sich das französische Besatzungsgebiet über den südlichen Teil der Rheinprovinz, Teile von Nassau, Rheinhessen, das Saarland, die Pfalz, Südbaden, Südwürttemberg, Hohenzollern und den bayerischen Kreis Lindau. Abgesehen vom Reichssender Saarbrücken lag in der französischen Besatzungszone kein früher eigenständiger Sender. Die in ihrem Bereich liegenden Nebensender der Reichssender Stuttgart und Frankfurt waren zerstört oder schwer beschädigt. Immerhin konnte über den stehen gebliebenen 107 m hohen Sendeturm in Koblenz ein erster Sendebetrieb organisiert werden.
Am 9. Juli 1946 begann die kurze Geschichte des Heimatsenders Kaiserslautern als Unterprogramm des Südwestfunks. Eingesetzt wurde ein 0,5 kW-Mittelwellensender in Kaiserslautern. Ab 27. Juli 1946 hatte Kaiserslautern 60 Minuten täglich ein eigenes Regionalprogramm. Dieser Mittelwellenstandort verstummte am 1. Mai 1973. Zuletzt war mit 3 kW gesendet worden.
Nach Angaben der Homepages von SWR-Online (Aktualisierung 25.3.2004) und digital radio mondiale kommen vom Senderstandort Kaiserslautern DRM-Sendungen auf der Mittelwelle 1485 kHz (300 Watt). Ausgestrahlt wird das Programm “das Ding”.
Die DRM-Sendungen auf der Mittelwelle Kaiserslautern 1485 kHz wurden im Februar 2006 beendet. Damit wird das SWR-Programm "Das Ding" nicht mehr im Gleichwellenbetrieb ausgestrahlt, sondern nur noch aus Wolfsheim. Bis vor ein paar Wochen wurde im DRM-Text noch Kaiserslautern angezeigt, nunmehr ">> SWR - DASDING << - DRM transmission from Wolfsheim/Germany".
Der SWR hat am 28. Nov. 2005 am Senderstandort Wolfsheim (49°52‘32“N 08°03‘18“O) bei Mainz einen weiteren DRM-Sender in Betrieb genommen. Er sendete zunächst in Gleichwelle mit Kaiserslautern auf 1485 kHz die Jugendwelle Das Ding. Mit der DRM-Ausstrahlung von zwei Sendestandorten wollte man die Besonderheiten eines digitalen Single Frequency Network untersuchen. Wolfsheim und Kaiserslautern sind etwa 55 km voneinander entfernt. Durch den Einbau eines DRM-Modulators neuester Generation wurde die Ausgangsleistung des Senders in Kaiserslautern auf ca. 400 W erhöht und die Signal-Qualität verbessert. Dem Sender in Wolfsheim wird das Datensignal über Leitung von Kaiserslautern zugeführt; die Ausgangsleistung des hier verwendeten Senders beträgt ca. 650 W. (Günter Haug SWR via M. Bethge 28.11.2005)
Die DRM-Mittelwelle
Wolfsheim 1485 kHz überträgt nicht mehr "Das Ding" Jugendradio,
sondern SWR cont.ra. (Michael Bethge 30.7.2007)
Ende August 2008
wurden die DRM-Sendungen aus Wolfsheim wieder eingestellt.
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Dr. Hansjörg Biener 0310
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