| Religiösen Sendungen hört man oft die Herkunft nicht an. Noch mehr als bei der Morgenfeier oder Andacht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt das dort, wo religiöse Anbieter Sendezeit kaufen oder eigene Sender und Programme aufbauen. Nicht jeder katholische Anbieter ist auch die Stimme der römisch-katholischen Amtskirche. Noch weniger gilt bei protestantischen Radio- und Fernsehsendungen, dass sie mit einer traditionellen evangelischen Volks- oder Freikirche verbunden sind. |
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Der Mittelwellenstandort Mainhausen-Mainflingen, im Maintal auf hessischer Seite zwischen Offenbach und Aschaffenburg bei Seligenstadt gelegen, hat eine bewegte Geschichte. Ursprünglich sendete Mainflingen für den Südwestfunk, doch dann wurde die 50-kW-Mittelwelle an das neue landesweite Hörfunkprogramm des Deutschlandfunk abgegeben. Von 1962 bis 1994 kamen hier tagsüber Sendungen in Deutsch und abends in Fremdsprachen. Seit 1996 bringt die Mittelwelle Mainflingen ein Programm des Evangeliums-Rundfunks, der als erster deutscher Anbieter für ein privates Spartenprogramm Religion lizensiert worden war.
Deutschlandfunk
"Aufgrund von Vereinbarungen mit der Deutschen Bundespost stellt der Südwestfunk seine Welle 195 m = 1538 kHz ab 1.1.[1962] dem Deutschlandfunk zur Verfügung. Das Gleichwellennetz Bad Dürrheim, Ravensburg, Reutlingen wurde ab 20.12.1961 provisorisch auf die Welle 451 m = 665 kHz umgestellt und soll zu einem späteren Zeitpunkt durch einen Großsender abgelöst werden. / Am Neujahrstag um 16.00 [Uhr Ortszeit] begann der Deutschlandfunk auf Lang- und Mittelwelle mit der Ausstrahlung des Programms. " [Chronik (Berichtszeitraum 1.1.-31.3.1962), in: Rundfunk und Fernsehen 10,1962,2, S. 188-204, S. 190.]
Am 1. Dez. 1962 begann Mainflingen mit 300-kW-Sendungen für den Deutschlandfunk. Aufgrund seines Programmauftrags war der Deutschlandfunk für Sendungen "für Deutschland und Europa" zuständig. Für die Europasendungen wurden zeitweilig die Mittelwellen Mainflingen und Neumünster aus dem deutschen Programm ausgekoppelt und für fremdsprachige Sendungen eingesetzt. Am 12. Juni 1963 begannen auf 1538 kHz stark wortorientierte Informationssendungen in Polnisch (20.00 Uhr Ortszeit), Tschechisch (20.30 Uhr) und Serbokroatisch (21.00-21.30 Uhr). 1963 begannen auch Sendungen in Französisch (7.10.) und Ungarisch (6.11.) auf 1538 kHz.
„Am 5.1.[1970] begann der DLF mit einem
Informationsprogramm in italienischer Sprache. Die Sendungen werden werktäglich
von 23.10 bis 23.40 MEZ auf der MW 1538 kHz = 195 m ausgestrahlt.“ [Chronik
(1.1.-31.3.1970), in: Rundfunk und Fernsehen 18,1970,2, S. 210-231, S.
214-215.]
| ERF
Kontakt
Sendeplan Ortszeit
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Anlässlich des Sendebeginns aus Mainflingen brachte der Evangeliums-Rundfunk eine Serie von QSL-Karten mit Mainflinger Motiven heraus. |
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Deutschlandfunk
Von 1962 bis 1994, als der DLF nach Heusweiler (Saarland) abwanderte, sendete der Deutschlandfunk aus Mainflingen. In dieser Zeit kamen auf der Mittelwelle nicht nur deutschsprachige Sendungen. Zum Programmauftrag des Deutschlandfunks gehörten bis zur Neugestaltung des nationalen deutschen Hörfunks nach der Wiedervereinigung auch fremdsprachige Sendungen für Europa. Sie waren in zwei Programmschienen in insgesamt elf Sprachen organisiert. Dementsprechend wurde Mainflingen 1539 kHz abends 19.45-23.30 MEZ für Auslandssendungen eingesetzt. Die andere Fremdsprachenschiene kam über die Mittelwelle Neumünster 1269 kHz. Im Dezember 1966 begann über eine 144 m hohe Reusenantenne der Betrieb mit 300 kW. Die 140 Tonnen schwere Antenne deren Reusenring einen Durchmesser von 64 m Durchmesser hatte, stand auf einer Keramikkugel von 1 m Durchmesser. Ab 1968 stand in Mainflingen eine 2 x 350 kW Anlage von Telefunken. Die Europaantenne bestand aus zwei horizontalen, gefalteten Halbwellen-Dipolzeilen und nächtlicher Steilstrahlung, die an vier Masten aufgehängt waren. Die Anlage war nachts mit 350/700 kW auf 1538/1539 kHz gut für den Empfang bis zur ukrainischen Grenze. Eine Brückenschaltung zu 3x350=1050 kW war möglich, wurde aber nie im Alltag genutzt. Bei dieser Sendestärke und der hoch-effektiven Europaantenne trat immer wieder der sogenannte Luxemburg-Effekt auf, dass sich beim Nachtbetrieb die Signale an der Reflexionsschicht mit anderen Mittelwellen mischten. Der Abbau dieser Hochleistungsantenne in den neunziger Jahren erwies sich als fatal, denn 2005 baute man wieder etwas Ähnliches für den neuen Kunden ERF auf. |
ERF Mainflingen
| Nach dem Wechsel des Deutschlandfunk
zur Mittelwelle 1422 kHz suchte die Bundespost einen neuen Mieter. Im Juni
1995 gab es erste Verhandlungen von Evangeliums-Rundfunk und Telekom über
die Nutzung des Senders, und Mitte Juli 1995 waren erstmals Testsendungen
auf 1539 zu hören. Die Telekom hatte angekündigt, den Sender
zu überholen, wenn die hessische Landesmedienanstalt den Zuschlag
für einen privaten Betreiber erteilte.
Seit dem 1. April 1996 benutzt der Evangeliums-Rundfunk,
der zuvor nur über Satellit und Sender aus dem Ausland hatte senden
können, die Anlage. Die freie protestantische Radiomission war für
das erste deutsche Spartenprogramm Religion überhaupt lizensiert worden.
Der Evangeliums-Rundfunk nahm den Senderbetreiber in die Pflicht, aber wegen der unklaren Grundstückssituation schob die Telekom Änderungen immer wieder hinaus. Zwischen 1996 und 1998 stritt die Telekom mit der politischen Gemeinde Mainhausen über eine Verlängerung des bis 2001 laufenden Vertrags über das Gelände. |
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Nach der Einigung
wollte die Telekom den alten Sender bis Oktober 1998 durch einen auch für
die digitale Mittelwelle tauglichen Sender ersetzen. Der Evangeliums- Rundfunk
erhoffte sich von der neuen Sendeanlage einen besseren Empfang und damit
auch einen Zuwachs der Nutzung, so dass man mittelfristig auf Monte Carlo
verzichten könnte. Lieferschwierigkeiten und Pannen sorgten allerdings
für erhebliche Verzögerungen.
Insgesamt hat die Mittelwelle in Deutschland zwar den Empfang in Hessen und angrenzenden Bundesländern verbessert, doch nicht den erhofften Durchbruch gebracht. |
2003 Programmreform
von ERF-Radio
Der Evangeliums-Rundfunk hat am 19. Mai
2003 sein Radioprogramm am Vormittag nachgearbeitet. Zum 1. April hatte
die aus Spenden finanzierte Radioarbeit nach dem Motto „das beste aus zwei
Programmen“ ihre bisherigen zwei Programme zu einem zusammengelegt. Nun
wurden die Rückmeldungen von rund 1.000 Hörern und Hörerinnen
eingearbeitet. Eine mehrfach geäußerte Anregung war, die Morgenmelodie“
nicht schon um 7.00 Uhr enden zu lassen. So werden die Reihen „Für
Sie gespielt“ und „Morgenmelodie“ bis 8.00 Uhr ausgeweitet. Die Magazinsendung
„FrühStück“ mit Live-Interviews, Reportagen, Kommentaren und
Presseschau wird damit um eine Stunde auf 8.00 bis 10.00 Uhr gekürzt.
Weitere Wünsche bezogen sich auf die Andachtsreihe „Bibel heute“ und
die zum Jahr der Bibel ins Programm genommene Serie „Mit der Bibel erlebt“.
„Bibel heute“ wird um 12.05 Uhr als Wiederholung zu hören sein, die
Erlebnisse von Hörern mit Bibeltexten folgt um 12.30 Uhr.
ERF-Radio digital
Der Evangeliums-Rundfunk in Wetzlar strahlt
ab 1. Juli 2003 sein Radioprogramm auch digital über den Satelliten
Astra aus. Mit diesem Schritt auf die digitale Ausbreitung hin sei der
ERF für die Zukunft der neuen Technik gerüstet und könne
weitere Hörerkreise gewinnen, so Pressesprecher Michael vom Ende.
Nach einem Testbetrieb ab 23. Mai ist ERF-Radio auch für die rund
2,5 Millionen Besitzer von Digitalreceivern in Deutschland über Astra
19,2° Ost (12148 MHz horizontal, Symbolrate: 27.500 und FEC 3/4) zu
empfangen. Das 24-Stunden-Programm wird weiterhin auch analog über
Astra ausgestrahlt sowie vor allem in Baden-Württemberg in Kabelnetzen.
Der ERF will sein Radioprogramm in mehr deutschen Kabelnetzen verbreiten
lassen, wenn es die finanzielle Situation zulässt. Gedacht ist vor
allem an das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen.
2004 Änderung
der Fremdsprachendienste
Am 1. Januar 2004 änderte der Evangeliums-Rundfunk
die Belegung der Mittelwelle Mainflingen 1539 kHz. Durch einen späteren
Beginn um 6.00 Uhr Ortszeit machte das deutsche Programm Raum für
eine Stunde fremdsprachiger Programme. Umgekehrt entfiel der halbstündige
Fremdsprachenblock im Tagesprogramm um 13.00 Uhr. Während Radio Évangile
traditionell um 5.30 Uhr ausgestrahlt wurde, bekamen nun auch andere Fremdsprachen
die Chance, über den multikulturellen Großraum Frankfurt hinaus
gehört zu werden.
Aktuell (Januar 2006) hat die Fremdsprachenstunde
folgende Zusammensetzung:
Damit ergibt sich folgendes fremdsprachiges
ERF-Programm (Ortszeit):
5.00 Mo Arabisch, Di Farsi, Mi Russisch,
Do Türkisch, Fr So Kroatisch, Sa Englisch
5.15 Mo Arabisch, Di Farsi, Mi Russisch,
Do Türkisch, Fr Spanisch, Sa Englisch, So Französisch von Radio
Évangile
5.30 täglich Französisch von
Radio Évangile
5.45 Mo Griechisch, Di Arabisch, Mi Russisch,
Do Türkisch, Fr Kroatisch, Sa Kurdisch-Sorani, So Englisch
Dass die fremdsprachigen Sendungen als
ERF-Sendungen firmieren, hängt damit zusammen, dass die meisten dieser
Sendungen tatsächlich auch im Evangeliums-Rundfunk für in Deutschland
lebende fremdsprachige Mitbürger und -bürgerinnen produziert
werden. Darüberhinaus ist der ERF an einer einheitlichen Außendarstellung
interessiert.
2004 Programmreform
von ERF-Radio
Der Evangeliums-Rundfunk Wetzlar will
ab April 2004 sein Radioprogramm stärker zielgruppenorientiert präsentieren.
Das kündigte Radio-Chefredakteur Andreas Odrich an. Der frühe
Morgen und der Vormittag gehören künftig „Hörern, die sich
Zeit zum Hören nehmen und vor allem Bibelauslegungen, Andachten, Choräle
und Gemeindelieder wünschen“. Die „Melodie am Morgen“ wird durch
„Aufgeweckt“ (6.00-9.00 Uhr MESZ) ersetzt. Mittags (12.00-14.00 Uhr MESZ)
kommt das neue Magazin „Halbzeit“, in dem Kommentare aus christlicher Sicht,
Berichte aus den christlichen Kirchen und Verbänden sowie über
Großveranstaltungen zu hören sind. Die kulturell orientierte
Sendereihe „Calando“ (16.00-18.00 Uhr MESZ) wird ausgeweitet. Eine weitere
aktuelle Informationsschiene wird mit der Sendereihe „Journal“ um 18.00
Uhr MESZ eingefügt.
Das Jugendprogramm verliert seine Sendeplätze
am Spätnachmittag und ist ab 16. März 2004 rund um die Uhr im
Internet als „CrossChannel“ zu hören. Ausschnitte daraus gibt es jeden
Abend 22.30-0.00 Uhr MESZ auch auf Mittelwelle. ERF Radio ist zu empfangen
über den Satelliten Astra digital (12,148 GHz horizontal, Symbolrate
27.500) und analog (10,906 GHz vertikal, Tonunterträger 7,38 MHz),
über die Mittelwelle Mainflingen 1539 kHz sowie in einigen Regionen
im Kabel.
Bau einer neuen
Antenne
Von September bis November 2005 soll in
Mainflingen die neue Antennenanlage für die vom Evangeliums-Rundfunk
belegte Mittelwelle 1539 kHz errichtet werden. Der Standort liegt in einem
Landschaftsschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet. Bau- und Rodungsarbeiten
sind dort nur von Anfang September bis Mitte März zugelassen. Zwar
konnten die Fundamente für die Sendemasten im Frühjahr fertig
gestellt werden und sind die 70 Elemente für den Steilstrahler seither
auf dem Gelände, doch die Montage der fünf 80 m hohen Gittermasten
musste wegen auf der Erde brütender Ziegenmelker über die Sommermonate
ausgesetzt werden.
Die neue Antennenkonfiguration soll die
Elektrosmoglage in der Gemeinde Mainhausen mindern und dem ERF deutlich
bessere Empfangsergebnisse bringen, nachdem sie bisher gemessen an der
Sendeleistung eher enttäuschend blieben. Am Tag läuft die Mittelwelle
mit 100 kW, nach Sonnenuntergang mit 400 kW, um größere Reichweiten
zu erzielen. Die neue Steilstrahlantenne gibt die eingespeiste Leistung
gebündelt im Winkel von 45 Grad zum Horizont und soll so den Detektoreffekt
in unmittelbarer Nachbarschaft vermindern. Durch die geänderte Abstrahlung
soll die Hochfrequenz-belastung Mainhausens um 70 Prozent reduziert werden.
Wie der ERF-Direktor Technik und Marketing,
Hartmut Diehl, bekannt gab, ist die neue Antenne Ende März 2006 in
den Probebetrieb gegangen. Mit der 80 Meter hohen Steilstrahlantenne könne
die Störung durch elektromagnetische Wellen für die Umgebung
um bis zu 70 Prozent reduziert werden. In der Vergangenheit hatte es Beschwerden
von Anwohnern in Mainflingen gegeben, die das Radiosignal auch in Telefonanlagen,
Heizungen und Backöfen empfingen. Diese technischen Probleme hat T-Systems
inzwischen weitgehend beseitigt. Die neue Antenne funktioniere wie eine
Dusche, die die Wassertropfen direkt nach oben spritzt, so Diehl. Mit diesem
Funktionsprinzip gelinge es, dass der Nahbereich viel weniger Feldstärke
abbekomme als mit der bisherigen Vertikalantenne. Während in direkter
Nachbarschaft Störungen in Telefonen, Hausanlagen etc. das Image des
Evangeliums-Rundfunks schädigten, brachte der Sender bei der bundesweiten
Versorgung lange keine zufriedenstellenden Ergebnisse. In einem Bereich
von 100 bis 250 Kilometer von der Anlage entfernt, der so genannten Verwirrungszone,
habe sich der Empfang von ERF Radio bereits verbessert, so Diehl. Zugleich
werde der Empfang in weiter entfernten nicht deutschsprachigen Regionen
vermindert. Bisher erreichte die Mittelwelle in Mainflingen auch Länder
wie Großbritannien, Dänemark und Schweden.
Der Evangeliums-Rundfunk strahlt sein
Radioprogramm seit April 1996 über die früher von Deutschlandfunk
genutzte Frequenz mit bis zu 700 Kilowatt Leistung aus. Das deutsche Programm
wird von 6.00 Uhr morgens bis Mitternacht Ortszeit verbreitet, dazu kommt
eine Stunde in Fremdsprachen von 5.00-6.00 Uhr. Die neue Antenne ist nur
für die Zeit bis morgens 8.00 Uhr und abends von 18.00 Uhr bis Mitternacht
zu benutzen. Der Antennentyp benötige bestimmte Verhältnisse
in der Ionosphäre, die nur in der Dunkelheit vorhanden sind, erläutert
Diehl die komplizierten technischen Details. Tagsüber wird ERF Radio
weiter über die bisherige Antenne mit 120 kW Leistung ausgestrahlt,
so dass das Programm in diesen Stunden nur im Bodenwellenbereich (ca. 100
km Radius um den Sender) empfangen kann.
Gerade hat die Landesanstalt für
privaten Rundfunk in Hessen das Senderecht für ERF Radio um weitere
fünf verlängert. Nach Angaben von Diehl kostet die Vertragsverlängerung
mit T-Systems um weitere zehn Jahre und der Bau der neuen Antenne den ERF
rund drei Millionen Euro. Zugleich schlage die neue Anlage in den Betriebskosten
nicht mehr so stark zu Buche wie die bisherige Anlage sowie die Mittelwellenausstrahlung
bei Radio Monte Carlo. Mittelfristig setzt der Evangeliums-Rundfunk auf
die Einsparung der Sendungen über 1467 kHz und eine UKW-nahe Qualität
durch die Digitalisierung der Mittelwelle. Positiv vermerkte Diehl, dass
die neue Antenne in Mainflingen bereits für die digitale Verbreitung
des Radiosignals ausgestattet ist. Dafür sind in 77 Metern Höhe
vier Dipolantennen angebracht.
Mainhausen [Mainflingen B]. Ein paar Infos zur neuen 5-Masten-MW-Antenne in Mainhausen hat Transradio bei www.transradio.de/html/antenna.html veröffentlicht. Den Artikel dazu gibt es als PDF-Datei (160 KB) bei www.transradio.de/Horizontal_Task_for_TRANSRADIO.pdf
2007 Neue QSL-Serie des Evangeliums-Rundfunks
Der Evangeliums-Rundfunk hat neue QSL-Karten
aufgelegt und feiert dieses Zeichen der Verbundenheit mit der DX-Community
mit einem Ostercontest. Die vier Motive zeigen die 2006 in Betrieb genommene
Steilstrahlantenne des Senders Mainflingen bei Hanau. Jeweils aus einer
anderen Perspektive gibt es entweder eine Gesamtübersicht über
die vier Antennentürme oder Detailansichten der Sendemasten und Vorhangantennen.
Alle Hobbyfreunde, die zwischen dem 1. und 15. April über eine terrestrische
ERF-Sendung berichten, bekommen nicht nur eine der neuen QSL-Karten, sondern
nehmen zusätzlich an einer Verlosung teil. Zugelassen sind alle Sendungen
des ERF über Mainflingen, Monte Carlo und Roumoules.
Die Preise sind:
1.-3. Preis: Ein Tag im ERF mit Besichtigung
des Senders Mainflingen am Freitag, 4. Mai 2007 (Anreise kann nicht bezahlt
werden.)
4.-10. Preis: je ein Buch “Hof mit Himmel
4”
Neben der QSL-Serie gibt es für jeden
Teilnehmer ERF Aufkleber.
Empfangsberichte sind zu richten an: Evangeliums-Rundfunk,
Kommunikation, 35573 Wetzlar, E-Mail: presse@erf.de.
2007 Drastische Sparmaßnahmen
beim Evangeliums-Rundfunk
(ERF 26.3./HjB). Der Evangeliums-Rundfunk
(ERF) in Wetzlar muss wegen eines Defizits 2006 Sparmaßnahmen einleiten.
Dies gab ERF Direktor Jürgen Werth bekannt.
Die Ausweitung des Fernsehangebotes und
die neue Mittelwellen-Antenne in Mainflingen seien 2006 notwendige und
wichtige Entscheidungen gewesen, so Werth. Die Zahl der Spender ist erstmals
seit Jahren wieder deutlich gestiegen, aber sie haben die zusätzlichen
Kosten bei weitem nicht auffangen können. Die vorläufigen Zahlen
weisen ein Deckungsloch von 2,25 Millionen Euro aus.
Ab Juni 2007 wird die Programmzeitschrift
Antenne in einem zweimonatlichen Rhythmus erscheinen. Ende September 2007
werden die Radiosendungen über die Mittelwelle von Radio Monte Carlo
und ab Ende Oktober 2007 über die beiden Kurzwellen eingestellt. Im
ERF-Programmheft werden die Kurzwellensendungen seit Juli 2006 schon nicht
mehr verzeichnet. Außerdem soll bis Ende September der Seelsorgebereich
aufgelöst werden. Weiterhin bietet der ERF aber als erste Hilfe eine
Weitervermittlung an kompetente Seelsorger an. Für die Mitarbeiter
der Seelsorge sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden.
Ferner soll das internationale Engagement, für das der ERF zum Beispiel
im März einen Bettelbrief für die kurdischen Sendungen versandte,
schrittweise um rund eine Million Euro gekürzt werden. Im vergangenen
Jahr hat der ERF rund 3,2 Millionen Euro in internationale Projekte investiert.
Die Sendungen über die Mittelwelle Mainflingen 1539 kHz werden in
vollem Umfang von täglich 19 Stunden weitergeführt. Auch die
Ausstrahlung per Satellit, Kabel und Internet stehe nicht zur Disposition.
Weitere Maßnahmen sind angedacht.
Insgesamt denke der ERF aber nicht nur ans Einsparen, sondern arbeite auch
daran, sich neuen Gegebenheiten zu stellen. Zu diesen zählen z. B.
das Zusammenwachsen der Medien und verändertes Medienverhalten der
Nutzer. Der ERF wolle alles tun, um auch unter veränderten Bedingungen
die „Guten Nachrichten von Jesus Christus“ zu den Menschen zu bringen,
so Werth. Im Januar 2006 hat der ERF einen zweistündigen Block „UnsERFeierabend“
von 17.00-19.00 Uhr bei Bibel TV gestartet, der höhere Produktions-
und Personalkosten verursacht. Zusätzlich zahlt der ERF jährlich
rund 180.000 Euro Sendekosten an Bibel TV. Ab 1. April 2007 wird der Block
morgens 5.00-7.00 Uhr, wiederholt.
2009: Evangeliums-Rundfunk in Wetzlar
auf UKW
(LRü 19.1./HjB) Erstmals in der fast
50-jährigen Geschichte hat ERF Medien (Wetzlar) die Lizenz für
den Betrieb eines UKW-Senders in Deutschland erhalten. ERF Radio ist seit
Mitte Januar 2009 im Stadtge-biet von Wetzlar auch auf der UKW-Kleinfrequenz
90,0 MHz (20 W) zu empfangen.
Die in Wetzlar-Dalheim beheimatete christliche
Medienarbeit, die in den Bereichen Fernsehen, Radio und Internet aktiv
ist, feiert im Oktober ihr 50-jähriges Bestehen. Über Jahr-zehnte
nutzte der Evangeliums-Rundfunk zur Verbreitung seiner Produktionen die
Sendeanlagen von Radio Monte Carlo. Seit 1996 steht dem ERF auch eine Frequenz
in Deutschland zur Verfügung, die 1994 vom Deutschlandfunk auf-gegebene
Mittelwelle Mainflingen 1539 kHz aus. Wegen juristischer Auseinandersetzungen
um den Fort-bestand der Sendestation wurden zunächst die bestehenden,
aus dem Jahre 1968 stammenden Röhren-sender genutzt. Erst 2005/06
kam es zum Aufbau neuer Halbleitersender (Thomson) und einer speziellen,
für den Nachtbetrieb bestimmten An-tenne, welche die Empfangsqualität
erheblich verbesserte. Die letzten ERF-Sendungen über Monte Carlo
Radiodiffusion kamen 2007.
2009 Reduzierung der Sendezeit auf Mittelwelle
ERF Medien reduziert ab 1. Juli 2009 seine
Sendezeit über die Mittelwelle 1539 kHz in Mainflingen bei Hanau auf
fünf Stunden am Morgen und am Abend. Nach Angaben von ERF-Vorstand
Hartmut Diehl geschieht dies vor allem aus Kostengründen. Die Ausgaben
für Strom bei dem Sender bezifferte Diehl mit jährlich rund 280.000
Euro.
Bislang sendete ERF Radio täglich
6.00-24.00 Uhr Ortszeit 19 Stunden aus Mainflingen. Ab dem 1. Juli 2009
wird ERF Radio nur noch 7.00-9.00 und 19.30-22.30 Uhr auf 1539 kHz zu empfangen
sein. Die Sendungen werden mit 700 Kilowatt Leistung ausgestrahlt und sind
dann bundesweit zu empfangen.
ERF Radio ist seit April 1996 über
den ehemaligen Deutschlandfunk-Sender zu hören. Die Telekom hat 2005
den alten 1962 errichteten Sender durch einen auch für die digitale
Mittelwelle tauglichen Sender ersetzt. ERF Radio wird auch über Satellit
Astra, Kabel und Internet (www.erf.de) verbreitet, so dass nach Ansicht
der Verantwortlichen ausreichend Alternativen zum terrestrischen Empfang
zur Verfügung stehen.
| ©
Dr. Hansjörg Biener 0103
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Portraits:
AM-Rundfunksender in Mitteleuropa
Portraits: deutschsprachige Auslandsdienste Nachrichten: allgemeiner Auslandsfunk Nachrichten: religiöse Sender |