Stimme Koreas (Radio Pjöngjang)
Kontakt
Stimme Koreas, Rundfunk- u. Fernsehkomitee,
Mitarbeiterin der Abteilung Briefe im Rundfunk- und Fernsehkomitee der
KDVR
Frau Yun Gyong Ok, Stadtbezirk Moranbong,
Pjongjang,
Dem. Volksrepublik Korea
Fax 00850 / 2 3 81 21 00
Sendeplan
| Sommer
2009 2010
16.00-17.00: 9325 12015 + 4405 Feeder 18.00-20.00: 9325 12015 + 4405 Feeder Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm Da die Frequenzen vom Vorsommer eingesetzt werden, dürfte es für Europa keine Verbesserungen der Empfangsverhältnisse geben. |
Winter 2008/09
ab 27.10.2008
16.00-17.00 6285 9325 18.00-20.00 6285 9325 Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz |
Im Januar 1949, nach anderen Angaben am
1. Januar 1951 begann Radio Pjöngjang als Auslandsdienst Nordkoreas.
Zunächst sendete man nur in Koreanisch für Südkorea. 1960
kam erst die Expansion über Koreanisch, Japanisch (*1950) und Englisch
(nur 1950, **1960) hinaus. Naheliegenderweise konkurriert Radio Pjöngjang
als Stimme des kommunistischen Nordens mit dem Auslandsdienst des Südens.
Die zwei Welten auf der Halbinsel spürt man sofort beim Vergleich
der Programminhalte und der Berichterstattung. Nordkoreas Entwicklung ist
eng mit der Person Kim Il Sungs verbunden, der von 1945 bis 1994 mit nahezu
uneingeschränkter Macht herrschte. Um den großen Führer
wurde ein Pesonenkult aufgebaut, der später auch auf den Sohn und
Nachfolger Kim Jong Il übertragen wurde.
Radio Pjöngjang setzt drei Standorte
für die Auslandssendungen ein: Kanggye, Kujang und Pjöngjang
mit 200-kW-Sendern. Dabei sendete man seit jeher überwiegend außerhalb
der offiziellen Rundfunkbänder und ist deshalb bei entsprechenden
Ausbreitungsbedingungen ohne Störungen durch andere Auslandssender
zu empfangen.
In den neunziger Jahren konnte der südkoreanische
Auslandsdienst nach technischen und redaktionellen Möglichkeiten davonziehen.
Da Radio Korea International jedoch einige Sprachen wieder streichen musste,
sind jedenfalls im Sprachenangebot beide Sender wieder fast gleichauf.
Neben Koreanisch gibt es heute Sendungen in Arabisch, Chinesisch, Deutsch,
Englisch, Französisch, Japanisch, Russisch und Spanisch. Wegen der
Wirtschaftskrise der neunziger Jahre hatte der nordkoreanische Auslandsdienst
aber erhebliche technische Probleme. Ohne Erklärung, aber offensichtlich
wegen des massiven Strommangels fielen die Auslandssendungen tageweise
weg. Eine Begründung wurde in den Sendungen nicht gegeben, wie überhaupt
die nordkoreanischen Medien die Versorgungskrise nicht beachteten. Die
Verständlichkeit der Sendungen, die über alte Anlagen ausgestrahlt
werden, wird durch eine sehr schlechte Tonqualität beeinträchtigt.
Nach wirtschaftlichen Anfangserfolgen
ist das Programm der vollständigen Eigenständigkeit schon lange
seine Grenzen gestoßen. Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die
Veränderungen in China sorgten für eine weitere Isolierung des
weithin verschlossenen Landes. Im Ausland und zum Beispiel in den deutschen
Sendungen von Radio Korea International und Radio Japan machen seit langem
die Erntekatastrophen und verhungernde Menschen Schlagzeilen, im Auslandsfunk
des betreffenden Landes wurden in den neunziger Jahren weiterhin die Prinzipien
der nordkoreanischen Führung gepredigt.
Eine Wandlung trat erst nach den jüngeren
koreanischen Gipfeltreffen ein: Seit dem 16. Februar 2001, dem Geburtstag
von Staatschef Kim Jong Il, sagt sich Radio Pjöngjang in seinen Auslandssendungen
als Stimme Koreas (Choson no koe) an. Auf die Ansage: "Stimme Koreas. -
Liebe Hörerinnen und Hörer, wir beginnen die Sendung aus der
Hauptstadt der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik." folgt die Nationalhymne.
Besonders kommentiert wurde die Namensänderung in den Programmen nicht.
Die Neugestaltung des Programminhalts kann man augenscheinlich nur in den
engen Grenzen der staatlichen Vorgaben vornehmen. Die Berichte in bezug
auf das Ausland (insbesondere Süd-Korea und USA) fallen jedoch anders
als gewohnt aus. An den Themen, die das Inland betreffen, änderte
sich bisher nichts.
| ©
Dr. Hansjörg Biener 0101
jüngste Bearbeitung 1004 Eingangsseite |
Portraits:
AM-Rundfunksender in Mitteleuropa
Portraits: deutschsprachige Auslandsdienste Nachrichten: allgemeiner Auslandsfunk Nachrichten: religiöse Sender |