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Stimme Armeniens 5, Alek Manukjan Str., 375025 Jerewan 25, Armenien www.armradio.am |
Sendeplan
nur noch im Internet |
Armenien, das ist nicht nur ein Land im Kaukasus, sondern auch eine bewegte Geschichte, die Armenier weltweit bis heute zusammenschweißt. In Armenien kämpften Türken, Perser und Russen bis ins 19. Jahrhundert hinein um die Vorherrschaft. Die Osmanen behielten die Oberhand über Westarmenien, wo das alteingesessene Christenvolk schließlich Opfer planmäßiger Pogrome wurde.
Der 24. April 1915 gilt als der schwärzeste Tag in der jüngeren Geschichte Armeniens. Im damaligen Konstantinopel (heute Istanbul) wurden mehrere hundert Armenier unter dem Vorwurf des Hochverrats verhaftet und kurz darauf ermordet. Damit war nahezu die gesamte politische und intellektuelle Elite vernichtet. Bis Juli 1915 wurden hunderttausende Armenier vertrieben oder auf Todesmärsche nach Aleppo, Syrien, geschickt. Fünf Jahre später war die Hälfte der armenischen Vorkriegsbevölkerung tot: ermordet, verhungert, erfroren oder an Seuchen zugrunde gegangen. Bis zu 1,5 Millionen Armenier verloren ihr Leben. Bis heute weigert sich die türkische Regierung, die Massenmorde an den Armeniern als Genozid anzuerkennen, während das Völkermorddenkmal in Jerewan ein nationales Monument des Nachbarlands ist.
Der Völkermord an den Armeniern ist in politischen Kreisen der Türkei immer noch ein Tabu. Die Geschichte lastet bis heute schwer auf der Beziehung zwischen beiden Völkern. Aber auch hunderttausende Franzosen mit armenischen Wurzeln warten auf ein Bekenntnis der Türkei zur Geschichte von 1915. Andernfalls dürfe es keine französische Zustimmung zum EU-Beitritt geben. Doch es gibt Ansätze einer Aufarbeitung. Bisher ist Halil Berktay der einzige türkische Historiker in Istanbul, der offen von einem Genozid spricht und dafür schon mit dem Tod bedroht wurde.
Zur Geschichte
des armenischen Auslandsdienstes
Der Anfang des Jahrhunderts
von den Türken durchgeführte Völkermord, die Jahrzehnte
der Sowjetherrschaft und die heutigen Spannungen mit Aserbaidschan sorgten
dafür, dass immer wieder Armenier ins Ausland gegangen sind. Nur die
Hälfte der rund sieben Millionen Armenier lebt auch in der früheren
Sowjetrepublik. Die andere Hälfte lebt über den ganzen Nahen
Osten verstreut und auch im überseeischen Ausland. In den Anfängen
wanderten die Armenier insbesondere in den Nahen Osten aus; nach 1915 waren
Griechenland, Frankreich, die Vereinigten Staaten, Kanada und Australien
die Hauptziele. In jüngster Zeit wandern viele Menschen nach Russland
aus, von wo aus auch eine Möglichkeit zur Rückkehr besteht.
In dieser Situation sind Kurzwellensendungen die naheliegendste Versorgung
für die Heimat und die Diaspora.
Am 10. September
1947 begann der armenische Rundfunk mit Kurzwellensendungen für das
In- und Ausland. Die wichtigste Zielgruppe waren die armenischen Bevölkerungsgruppen
im Nahen Osten. Ab 1959 sendete man auch für Armenier in Frankreich
und anderen westeuropäischen Staaten. Längst sind weitere Sprachen
hinzugekommen, solche der Region wie als erste Arabisch, aber auch westliche
Sprachen.

Die Farben wechseln, das Motiv nicht und auch nicht die Phantasien, zu welcher Zeit man den Sender gehört hat. Aus Kostengründen können Empfangsberichte nur bei Beilage von Rückporto (IRC) beantwortet werden.1994 Erste deutsche Sendungen von "Radio Eriwan"
1997 Zweiter Anlauf
Das deutschsprachige
Programm wurde am 28. Oktober 1997 wieder begonnen. Allerdings gelang es
nicht immer, die halbstündige Sendezeit auch wirklich zu füllen,
und so war im Jahr 2000 die Kürzung auf 20 Minuten nur konsequent.
Diese Maßnahme betraf allerdings alle Fremdsprachen. Die Programme,
die mit ausführlichen Nachrichten beginnen, werden in der Regel zentral
vorbereitet und dann übersetzt.
Ab 2003 bemühte
man sich in der deutschen Redaktion (4 P.) stark um die Programmentwicklung.
So sollten mehr Reportagen statt Zeitungsartikeln übersetzt werden,
um die Sendungen lebendiger zu machen. Gerade für die Sonntagssendung
"Aktuelles aus Armenien" wurde die Hörerschaft per e-Mail zu Vorschlägen
und Kommentaren aufgefordert. Aus Fragen zur Geschichte Armeniens wurde
eine regelmäßige Sendereihe mit einem armenischen Historiker
gemacht.
AR-Intercontinental (1994-2003)
Kontakt
AR-Intercontinental
Vardanants 28, No 34, Yerevan 70
Obwohl die deutschsprachigen redaktionellen Sendungen in deutscher Sprache schwiegen, begannen im Juli 1994 Sendungen deutschsprachiger Missionswerke über armenische Kurzwellen. Als erstes mietete das Missionswerk Mitternachtsruf Sendezeit, vertreten war aber etwa auch das Missionswerk Werner Heukelbach. In den folgenden Jahren versuchten vor allem Schweizer Radiomissionen eine Hörerschaft zu finden. Auch als die deutschen Nachrichtensendungen unterbrochen waren, wurden die religiösen Sendungen von einer Stationsidentifikation als deutsche Sendungen der Stimme Armeniens begleitet.
Am besten bewährte sich ein Sendeplatz
um plus/minus 20.00 Uhr unserer Ortszeit auf 9960 oder 9965 kHz.
Im Sommer 2003 wurden die Sendungen dann
eingestellt. Tägliche Sendungen gab es bis zuletzt vom Schweizer
Missionshaus Arche. An einzelnen Tagen schlossen sich noch Viertelstunden
anderer Werke wie dem Hamburger Missions- und Gemeindewerk Arche an. Mindestens
ein Missionswerk hatte aber längst verlauten lassen, dass es schon
länger nicht mehr für die Ausstrahlungen bezahlte.
FEBA-Radio
Nach dem Sendeende auf den Seychellen
sendet FEBA-Radio seit Winter 2003/04 einen Sendeblock für Südindien
und Sri Lanka aus Armenien. Die Sendungen werden von Merlin betreut, das
je nach Bedarf Sendekapazitäten in den diversen GUS-Ländern einsetzt.
Im Winter 2007/08 ist folgender Sendeplan vorgesehen:
01.00-01.30: 5940 (Gavar 100 kW, 125°)
Tamil
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender)
Programm
Seit 1959 Armenische
Sendungen von Trans World Radio
Religiöse Sendungen in Armenisch
gehörten schon relativ früh zum Angebot der protestantischen
Radiomission, aber sie treffen auf ein Land, das seit Jahrhunderten mit
dem Christentum verwoben ist. Einer alten Legende zufolge wurde die armenische
Kirche von den Aposteln Thaddäus und Bartholomäus gegründet,
über die die Bibel aber kaum mehr als die Namen zu berichten weiß.
Der TWR-Dienst wurde von Jakob Jambazian
aufgebaut, der als armenisches Flüchtlingskind in Jerusalem aufgewachsen
war. Nach dem Studium an einer Bibelschule produzierte er ab 1959 in Beirut
Programme für Trans World Radio. Nach dem Wiederausbruch des Bürgerkriegs
zog die Redaktion 1975 zum Evangeliums-Rundfunk nach Wetzlar um. Armenische
Sendungen wurden sowohl von der TWR-Mittelwelle 1233 kHz auf Zypern als
auch von der Kurzwelle Monte Carlo ausgestrahlt. 1994 kostete eine viertelstündige
Sendung für Armenier durchschnittlich 1935 DM.
Seit 1996 internationale
Missionssendungen aus Armenien für Trans World Radio
Am 15. November 1996 begann Trans World
Radio mit Sendungen aus Armenien. Zunächst kamen sie nur auf Mittelwelle,
später auch auf Kurzwelle. Ursprünglich waren alle Sendungen
für das Ausland bestimmt, doch dann wurden auch die armenischen Sendungen
nach Armenien verlegt.
Trans World Radio hat im Sommer 2006 folgenden
erweiterten Sendeplan aus Gavar:
03.00-03.30: 864 (100 kW) Armenisch
16.10-18.25: 864 (100 kW)
16.10 Kasachisch,
:25 Turkmenisch
16.40 Russisch,
Sa Usbekisch, So Karakalpakisch
16.55 Russisch,
Sa So Tadschikisch
17.10 Usbekisch
17.25 sowohl
Kasachisch als auch Russisch verzeichnet
17.40 Englisch
17.55 nordkaukasische
Sprachen: Mo Tabasaran, Di Lezgi, Mi Lak, Do Dargwa, Fr Kumyk, Sa Tatarisch,
So Tschetschenisch
18.10 Kurdisch-Sorani
17.00-19.00: 1377 Farsi, außer 17.30-17.45
So Qashqai, 18.30-19.00 Arabisch
18.30-20.00: 1350 Türkisch; 19.00
Hebräisch, Fr Türkisch, :30 Hebräisch, Fr Russisch
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender)
Programm
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Trotz mancher Probleme kann TWR’s MemCare by Radio (MCBR) fünf Jahre auf Sendung feiern. Aus diesem Anlass hat man sich auch ein neues Logo zugelegt. Das englischsprachige Sonderprogramm für christliche Geschäftsleute, Spezialisten und Missionare in der nicht-christlich geprägten Umwelt des Nahen und Mittleren Ostens bzw. Mittelasiens wurde erstmals im Oktober 1999 ausgestrahlt. Geschäftsführerin Siny Widmer sieht es als besonderen Segen, dass man eine enge Kooperation mit LinkCare aufbauen konnte. Dr. Brent Lindquist zeichnet inzwischen für die Konzeption und die Programminhalte verantwortlich. Zum Team gehören auch die Produzenten Denny Milgate, Al Stewart und Maggie Fuller und Webmaster Jonathan Griffiths. MemCare by Radio wird auf Mittel- und Kurzwelle aus Armenien ausgestrahlt und kann auch über das Hotbird-Satellitensystem empfangen werden. Auf einer im Oktober 2005 neu gestarteten Website www.memcarebyradio.com können diese Programme auch über das Internet abgerufen werden. |
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Dr. Hansjörg Biener 0102
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