© Dr. Hansjörg Biener
Religiösen Sendungen hört man oft die Herkunft nicht an. Noch mehr als bei der Morgenfeier oder Andacht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt das dort, wo religiöse Anbieter Sendezeit kaufen oder eigene Sender und Programme aufbauen. Nicht jeder katholische Anbieter ist auch die Stimme der römisch-katholischen Amtskirche. Noch weniger gilt bei protestantischen Radio- und Fernsehsendungen, dass sie mit einer traditionellen evangelischen Volks- oder Freikirche verbunden sind. Diese Internetseiten sollen zu ein wenig mehr Klarheit führen.  Für regelmäßige Informationen über die Senderszene gibt es »Medien aktuell: Kirche im Rundfunk«. Buch zur Grundinformation über die internationale Senderszene-Buch zur Grundinformation über die deutschen Radiomissionen

ERF Medien Österreich

ERF Medien in Österreich feiert im Oktober 2011 sein 30-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wird mit einer Feier am 9. Oktober in Perchtoldsdorf, dem langjährigen Sitz der Radioarbeit, begangen. Die eigentliche Arbeit aber hatte schon viel früher begonnen.

 

Kontakt
ERF Medien Österreich, 

Lemböckgasse 47b/11, 

A- 1230 Wien, 

www.erf.at, 

info@www.erf.at

Sendezeiten
Die Radioperspektive kommt täglich um 21.00-21.30 Uhr auf Mittelwelle 1539 kHz und Satellit Astra im Europaprogramm von ERF-Radio. Die Sendungen werden am folgenden Tag um 10.00 Uhr wiederholt..

Die Begründung des ERF in Österreich
Hatte der Evangeliums-Rundfunk lange Zeit sein Zentrum im west- und südwestdeutschen Raum, wurden 1968 und 1972 auch Geschäftsstellen in der Schweiz und Österreich gegründet. Renatus Czeskleba war ab 1976 erster Leiter der österreichischen Geschäftsstelle.

Renatus Czeskleba, ab 1976 Leiter der österreichischen Geschäftsstelle, auf einer Spendenbedankungskarte



Durch die Begegnung von Werner Krömer und dem ERF-Repräsentanten Renatus Czeskleba entstand die Initiative zu einer Vereinsgründung. Der ERF Österreich, der am 12. September 1981 gegründet wurde, entstand gerade rechtzeitig, um die Öffnung der europäischen Rundfunkszene für Privatfunk zu nutzen. Auch wenn Österreich eines der letzten Länder mit Privatsendern wurde, gab es doch bald Sender in Nachbarländern, die ein Publikum in Österreich suchten.

Ab 1983 sendete ERF Österreich über Sender aus Italien und Ungarn, so 1983 bis 1989 30 Minuten abends über Radio Valcanale aus Italien. Die ersten Sendungen wurden 1983 von Ingrid Heinzelmaier in Villach produziert. Wenig später kam der Umzug in das "Haus in der Sonne" in Perchtoldsdorf, wo der Evangeliums-Rundfunk Österreich bis 2010 beheimatet war.

Wien als Zentrale von TWR Europa
1990 zogen die ersten Mitarbeitenden des internationalen Partners Trans World Radio beim ERF Österreich ein. Dieser Umzug hatte nicht nur mit den Lebenshaltungskosten im Großraum Monte Carlo zu tun, sondern auch mit der Nähe zu Osteuropa. Nach der Wende engagierte sich Trans World Radio intensiv beim Aufbau von lokalen Zweigen in den Reformstaaten, um die bisher aus dem Ausland kommenden Sendungen möglichst rasch in inländische Verantwortung zu übergeben. Eine wesentliche Hilfe sollten hier die Mittelwellensendungen aus Albanien werden, wo tägliche Sendeleisten in osteuropäischen Sprachen eingerichtet wurden.

Neue Hoffnungen auf den Privatfunk
Obwohl es mit dem Privatfunk in Österreich sehr lange dauerte, hat man diese Perspektive beim ERF Österreich nicht aufgegeben. Ein nahe liegender Partner war in den letzten Jahren der ERF Südtirol, der natürlich auch ins österreichische Bundesland hineinreicht. Nach der Zusammenfassung nicht länger lebensfähiger christlicher Kleinsender in Südtirol als „ERF Südtirol“ hatte man das Sendegebiet im Dezember 1990 durch die Frequenz 102,2 MHz auf den Großraum Innsbruck/Nordtirol ausgeweitet. Unter dem Stichwort der „Tirolisierung“ begannen dann Österreicher und Südtiroler mit der Konzeption und Produktion eines 24-stündigen Programms für das Tirol beiderseits der Grenze. Der österreichische „Evangeliums-Rundfunk“ verstärkte seine Präsenz im Westen des Landes und richtete in Innsbruck, Nordtirol, ein Produktionsstudio für grenzüberschreitende UKW-Sendungen ein. Dazu kamen weiterhin Kooperationsmodelle mit säkularen Sendern. Ab dem 6. Januar 2002 konnte der ERF Österreich zwei Stunden wöchentlich bei einem Sender in Salzburg senden, die aber wieder eingestellt wurden. Im Jubiläumsjahr laufen Sendungen aus Wien über Radio Osttirol und den Privatsender Radio Real in Radenthein in Kärnten.

QSL-Karte von ERF Österreich für die nicht mehr bestehenden deutschen Sendungen aus Albanien

1993-1997 Ein eigenes Europa-Programm
Zum 1. April 1993 bekam auch der ERF Österreich eine tägliche halbe Stunde auf 1395 kHz, die unter dem Namen „Radioperspektive“ bekannt wurde. Die neue Programmschiene sollte Hörern und Hörerinnen im Südosten des deutschen Sprachraums eine bessere Empfangssituation bieten als die traditionelle Mittelwelle Monte Carlo 1467 kHz, deren Empfang sowohl durch Gleichkanalstörungen aus der Ukraine und durch den ORF-Sender Wien-Bisamberg auf 1476 kHz litt. Peter Rettinger erklärte das Ziel damals so: "Lebenshilfe aus dem Glauben - für die Bereiche, die 25- bis 45jährige wohl besonders angehen: Partnerschaft und Familie, Beruf und Freizeit, Gesellschaft und Gemeinde". Was zunächst eine regelmäßige Sendung war, wurde schließlich zum Obertitel über die ganze österreichische Sendeleiste, für die QSL-Jäger auch eine eigene Karte bekommen konnten.
Daneben produzierte der ERF Österreich immer auch Zulieferungen zum internationalen ERF Programm. Nach 1700 Sendungen musste Radio Tirana im Oktober 1997 aus finanziellen Gründen aufgegeben werden. Die Radioperspektive kam aber weiter im Programm von ERF 2, das über die Mittelwelle Mainflingen 1539 kHz und Satellit Astra ausgestrahlt wurde. Der Sendeplatz blieb auch bei der Zusammenlegung der beiden ERF-Satellitenprogramme erhalten. Ab September 2011 liefert ERF Medien Österreich zwei Mal wöchentlich eine Stunde Programm für ERF Plus, wie das ERF Radioprogramm künftig heißt, sowie eine Stunde für das Programm ERF Pop.

Derzeit bewirbt sich der ERF mit seiner Leiterin Tanja Dietrich-Hübner um eine UKW-Frequenz in der Hauptstadt Wien.

Österreich: Neue Geschäftsführung beim ERF Österreich
(LRü 30.10.2007) Leitungswechsel beim ERF Österreich: Seit 22 Okt. 2007 ist der Medienspezialist Helmut Herscht (Baden bei Wien) neuer Geschäftsführer beim Evangeliums-Rundfunk mit Sitz in Pechtoldsdorf bei Wien. Der 33-Jährige hat zwischen 2003 und 2005 die Öffentlichkeitsarbeit des ERF Österreich geleitet. In den letzten beiden Jahren war er bei einer Media-Agentur tätig und hat im Abendstudium ein MBA-Programm (Betriebswirtschaft) an der International University in Wien absolviert. „Der ERF ist mir in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen“, so Herscht. Es sei eine spannende und zugleich herausfordernde Aufgabe, die Geschäftsführung des Medienwerkes zu übernehmen. Der ERF habe „jeden Grund aktiv und voller Mut in die Zukunft zu schreiten.“
Herscht tritt die Nachfolge von Tanja Dietrich-Hübner an, die seit 1993 beim ERF tätig ist. Die heute 42-jährige Journalistin und Juristin wurde 1999 Chefredakteurin. 2001 übernahm sie die Leitung des ERF Österreich als Geschäftsführerin. Nach 14 Jahren möchte sie sich einer neuen beruflichen Herausforderung stellen.
Der ERF Österreich hat derzeit 9 Mitarbeiter. Chefredakteur ist Christian Veith. Die Redaktion produziert Radiosendungen, die im Programm von ERF Radio unter dem Titel „Die Radioperspektive“ werktäglich 21.00-21.30 Uhr (Wiederholung am Folgetag ab 10.00 Uhr) ausgestrahlt werden. Zudem werden Beiträge ausgestrahlt bei Radiofabrik 107,5 + 97,3 (Salzburg) und NJOY 88,2 (Weststeiermark). Vorsitzender des ERF Trägervereins ist Alfred Rindlisbacher (Spittal an der Drau).

2008 Ab Februar eigene Zeitschrift von ERF Österreich
Der Evangeliums-Rundfunk Österreich gibt ab Feb. 2008 ein eigenes zweimonatliches Magazin heraus. Das gab Geschäftsführer Helmut Herscht (Perchtoldsdorf bei Wien) bekannt. Bislang verbreitete der ERF Österreich gemeinsam mit dem ERF Deutschland das Magazin Antenne, doch will man jetzt mehr Österreich -spezifische Themen aufgreifen
Das Magazin unter dem Namen „mehr“ startet mit 10.000 Exemplaren und dem Themenschwerpunkt „Neuanfang“. Auf 36 Seiten im Format A4 sollen in Kooperation mit anderen christlichen Anbietern Lebens- und Glaubensfragen thematisiert werden; es gibt Porträts interessanter Zeitgenossen, aktuelle Themen und Kommentare. „Wir wollen die Beiträge sympathisch, sensibel und gut lesbar aus einer christlich werteorientierten Sicht aufbereiten“, so Herscht. Zudem finden die Leser und Leserinnen auf 16 Seiten das Radio- und Fernsehprogramm des ERF. Das Abonnement kostet 15 Euro jährlich.
 Seit Februar 2008 gibt ERF Medien Österreich alle zwei Monate ein 48-seitiges Magazin unter dem Titel "mehr" in einer Auflage von 4.000 Exemplaren heraus. Im September wird es ein Jubiläumsheft geben und die Internetseite www.erf.at erfährt einen Relaunch.

Seit 2010 haben die 10 Mitarbeiter ihr Domizil in Wien und Graz.

 
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