© Dr. Hansjörg Biener
Religiösen Sendungen hört man oft die Herkunft nicht an. Noch mehr als bei der Morgenfeier oder Andacht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt das dort, wo religiöse Anbieter Sendezeit kaufen oder eigene Sender und Programme aufbauen. Nicht jeder katholische Anbieter ist auch die Stimme der römisch-katholischen Amtskirche. Noch weniger gilt bei protestantischen Radio- und Fernsehsendungen, dass sie mit einer traditionellen evangelischen Volks- oder Freikirche verbunden sind. Diese Internetseiten sollen zu ein wenig mehr Klarheit führen.  Für regelmäßige Informationen über die Senderszene gibt es »Medien aktuell: Kirche im Rundfunk«. Buch zur Grundinformation über die internationale Senderszene-Buch zur Grundinformation über die deutschen Radiomissionen

Christliches Radio München
 
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Christliches Radio München
c/o Andi Weiß
Mathunistr. 23
81686 München
http://www.christlichesradiomuenchen.de/
redaktion@christlichesradio.de
Sendeplan
Montag bis Freitag um 8.50 und 18.50 Uhr
90 Sekunden-Andachten auf 92,4 MHz

Bayern war 1984 einer der Vorreiter bei der Öffnung der deutschen Rundfunklandschaft für Privatfunk. Dabei setzte man auf eine Kombination von landesweiten und regional-lokalen Privatsendern.

Das Christliche Fernsehen München e.V. verfolgt das Ziel, „Informationen über ein lebendiges, zeitgemäßes und frohes Christsein weiterzugeben und über aktuelle Ereignisse im Kirchen- und Gemeindeleben zu berichten.“ Unter dem Namen „Christliches Radio München“ konnte man schließlich auch im F.A.Z. Business Radio auf UKW 92,4 MHz Beiträge platzieren. Die FAZ hatte den Wirtschafts- und Nachrichtensender im November 2000 in Berlin gestartet und sendete ab August 2001 auch in München.

FAZ Business Radio München (2001-2002)
Im Juli 2001 trat Annika Eller (vorher Radio Meilensteine, Nürnberg) ihre Stelle in der Redaktion an. Das Modell der auswärtigen Finanzierung gab es zuvor schon vom Evangeliums-Rundfunk, der einen Redakteur für 100,6 Berlin abgestellt hatte. Ausschließlich über Spenden finanziert koordinierte sie in der Redaktion von F.A.Z. Business Radio die Produktion von Andachten, Beiträgen und Sendungen, wobei sie von einem Team ehrenamtlicher Mitarbeitender unterstützt wurde. Montags bis freitags kam um 5.57 und 8.51 Uhr eine Andacht Carpe Diem, dazu wurden aktuelle Beiträge meistens um 15.51 Uhr ausgestrahlt. Allerdings beendete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zum 30. November 2002 ihr Radioengagement. Von der Schließung waren bei Stationen in Frankfurt, Berlin und München rund 70 Mitarbeiter betroffen. Wegen der Krise auf dem Anzeigenmarkt stieß der Verlag, der 2001 27 Mio. Euro Minus gemacht hatte, auch die Buchverlage ab und konsolidierte seine Internetaktivitäten.

Übergangsregelung
Ab 1. November 2002 wurde „übergangsweise“ in der bisherigen Sendezeit des eingestellten FAZ-Businessradios das AFK-Radio  M94-5 parallel zu 94,5 ausgestrahlt, wobei es allerdings  Einspielungen / Fenster der bisherigen Mitanbieter bei FAZ-München NetFM (Net-News, -Talk) und Christliches Radio München gab. Die BLM bemühte sich, ein neues privates Nachrichten-/Inforadio zu organisieren. Auf FAZ-Radio sollte ein Focus-Radio des Burda-Konzerns folgen, aber dazu kam es dann doch nicht.
CRM hat die Lizenz für 7 Stunden christliches Radio pro Woche und will diese beim Start eines neuen Frequenzpartners ab 2004 auch füllen.

Neuverteilung der Sendezeiten auf  92,4
Am 27. Mai 2004 vergab der Medienrat der Bayerischen Landesanstalt für neue Medien (BLM) die Münchener UKW-Frequenz 92,4 MHz  weitgehend an Radio Horeb. Mit seiner Entscheidung folgte der Medienrat einer Empfehlung des Hörfunkausschusses. Die Verantwortlichen von Radio Horeb  würdigten die Entscheidung als historisch: Damit kann zum ersten Mal in der deutschen Rundfunkgeschichte ein katholischer Privatsender sein Programm täglich über UKW ausstrahlen. Auf der neuen Frequenz erreicht der katholisch orientierte, jedoch nicht von der Amtskirche finanzierte Sender im Großraum München rund zwei Millionen potentieller Hörer und Hörerinnen.
Radio Horeb wird auf 92,4 MHz künftig Mo-Fr 00.00-16.00 Uhr, Sa 00.00-06.00 Uhr sowie So 00.00-06.00 Uhr und 10.00-18.30 Uhr zu hören sein. Den weiteren Nutzern dieser Frequenz wurden die folgenden Sendezeiten zugewiesen: Anbietergemeinschaft Lora München Mo-Sa 18.00-24.00 Uhr, Feierwerk München  Mo-Fr 17.00-18.00 Uhr, Sa 06.00-18.00 Uhr, So 07.00-09.00 und 21.00-24.00 Uhr; Christliches Fernsehen: Mo-Fr 16.00-17.00 Uhr, So 06.00-07.00 und 09.00-10.00 Uhr; Net.FM So 18.30-21.00 Uhr.



Deutschland (Bayern): Christliches Fernsehen München bei münchen.tv

(BLM 2005,73 15.12./HjB) Der Medienrat der BLM hat am 15. Dezember 2005 Vorgaben für das Programm von münchen.tv beschlossen, die zum 1. Januar 2006 umgesetzt werden sollen.
Hierbei handelt es sich zum einen um Rahmenbedingungen für die Integration des Spartenangebots der Walue KG, Freising im Bild, in das Programm von münchen.tv. Die Genehmigung für das neu organisierte regionale Fernsehangebot münchen.tv in München / Oberland war im Juni 2005 mit der Maßgabe erteilt worden, dass Freising im Bild mit einem Sendezeitanteil von 20 Minuten wöchentlich in das Programm integriert wird. münchen.tv und die Walue KG hatten sich aber nicht über eine Kooperation einigen können.
Zum zweiten wird es künftig wöchentlich eine halbe Stunde vom Christlichen Fernsehen München (CFM) geben. Hier war eine Kooperationsvereinbarung unter der Moderation der BLM erzielt worden: Danach strahlt CFM seine Sendung sonntags von 10:30 bis 11:00 Uhr auf münchen.tv aus und erhält eine Option auf einen Wiederholungsplatz auf CityInfo (Samstag oder Sonntag 18.00-18.30 / 18.15-18.45 Uhr)
Das auf der Basis der Evangelischen Allianz arbeitende CFM ist ab 8. Januar über den Satelliten Astra sowie im Großraum München und angrenzenden Teilen Oberbayerns über Kabel und das digitale Antennenfernsehen DVB-T zu empfangen. CFM wird durch Spenden, Sponsoren und ehrenamtliches Engagement getragen. Als Vorsitzender amtiert Gerald Mann (München).
 
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