© Dr. Hansjörg Biener
Religiösen Sendungen hört man oft die Herkunft nicht an. Noch mehr als bei der Morgenfeier oder Andacht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt das dort, wo religiöse Anbieter Sendezeit kaufen oder eigene Sender und Programme aufbauen. Nicht jeder katholische Anbieter ist auch die Stimme der römisch-katholischen Amtskirche. Noch weniger gilt bei protestantischen Radio- und Fernsehsendungen, dass sie mit einer traditionellen evangelischen Volks- oder Freikirche verbunden sind. Diese Internetseiten sollen zu ein wenig mehr Klarheit führen.  Für regelmäßige Informationen über die Senderszene gibt es »Medien aktuell: Kirche im Rundfunk«. Buch zur Grundinformation über die internationale Senderszene-Buch zur Grundinformation über die deutschen Radiomissionen

Kirche in Not
 
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Sendeplan (MEZ/MESZ)

Ab Juli 2004 strahlen vier Fernsehsender wöchentlich Magazine von Kirche in Not/Ostpriesterhilfe aus. Wie der deutsche Zweig des internationalen katholischen Hilfswerks in München mitteilte, handelt es sich dabei um die christlichen Sender Bibel TV, EWTN und K-TV und um den Regionalsender RheinMainTV. Der ursprünglich vorgesehene Sendestart war Ostersonntag 2004.

Laut „Kirche in Not“ werden zwei Formate im wöchentlichen Wechsel produziert:
Die Sendereihe „Weitblick - die Welt von innen“ soll über Kirche und Gesellschaft und über Projekte des Hilfswerks in Osteuropa, Asien, Afrika und Lateinamerika informieren. Ausschnitte aus Dokumentarfilmen werden durch aktuelle Gespräche mit Missionaren und anderen Fachleuten ergänzt. In den ersten Sendungen geht es um Kuba, den Sudan, den Kongo und Russland. „’Weitblick’ soll eine Brücke zwischen den Christen anderer Länder und den Gläubigen in Deutschland werden“, so der Geschäftsführer des deutschen Zweiges von Kirche in Not, Klaus Wundlechner.
Die zweite Sendereihe „Spirit - Leben mit Stil“ versteht sich als christliche Ratgebersendung für Lebensfragen. Mit Themen wie „Mut zum Glück - Der Weg zum eigenen Lebensstil”, “Wege aus der Angst“, „Kinder religiös erziehen“ oder „Vom Typ zum Original - der Weg zur reifen Persönlichkeit“ sollen Christen dazu befähigt werden, ihr Christsein im Alltag zu leben und so als „fünftes Evangelium aus Fleisch und Blut“ auf ihre Umgebung auszustrahlen.  Auf diese Weise soll die Sendung einen Beitrag zur Neuevangelisierung im eigenen Land darstellen. „Spirit“ ist als Gesprächssendung mit Seelsorgern und anderen christlichen Experten für Lebensfragen konzipiert. Gesprächsgäste der ersten Sendungen sind die Psychotherapeutinnen Elisabeth Lukas und Miriam Altenhofen sowie die Familienexperten Martine und Jürgen Liminski.

Für Moderation und Redaktion der beiden Formate sind Michael Ragg und Alexandra Linder verantwortlich. Produziert werden die Sendungen im TV-Studio von CRTN (Christian Radio and Television Network, www.crtn.org), einer Einrichtung von „Kirche in Not“, die seit Jahren Fernsehsender in vielen Ländern, vor allem in Osteuropa und Lateinamerika mit katholischen Programmen beliefert. Gelegentlich sind CRTN-Dokumentationen bei Bibel TV und K-TV, vereinzelt auch im ZDF, im Bayerischen Fernsehen und auf anderen deutschsprachigen Sendern zu sehen. CRTN hat vor kurzem beim 15. Europäischen Festival des Religiösen Films den ersten Preis in der Kategorie Dokumentarfilm gewonnen.

Durch die Nutzung des CRTN-Studios können die Sendungen „sehr kostengünstig“ produziert werden, teilte der Pressesprecher von Kirche in Not in Deutschland, Michael Ragg, mit.

Der Empfang der christlichen TV-Sender, die digital ausgestrahlt werden, ist im ganzen Bundesgebiet über Satellit, in vielen Regionen auch per Kabel möglich. Mehr über diese und andere christliche Fernseh- und Radiosender kann man bei Kirche unter www.kirche-in-not.de erfahren.

2007 CDs der Kirche-in-Not Fernseh- und Hörfunkprogramme
Alle bisher produzierten 110 Fernsehsendungen des katholischen Hilfswerks Kirche in Not kann man ab sofort auf www.Kirche-in-Not.de unentgeltlich als DVD anfordern. Die Sendungen der Reihen „Spirit-Leben mit Stil“ und „Weitblick - Die Welt von innen“ sind von den christlichen TV-Sendern Bibel TV, EWTN und K-TV ausgestrahlt worden. Zu den Gesprächsgästen gehörten Christa Meves, Gabriele Kuby, Paul Badde, Otto von Habsburg und die Bischöfe Joachim Kardinal Meisner, Paul-Josef Cordes, Walter Mixa und Clemens Pickel.
Ebenfalls bestellen kann man als Hör-CD die bisher von Radio Horeb und Radio Maria Österreich ausgestrahlten Sendungen der Reihe „Weltkirche aktuell“, zuletzt etwa mit dem Bischof von Mauretanien, Martin Happe, dem Bischof von Anatolien, Luigi Padovese, den Prälaten Obiora Ike aus Nigeria und Bertram Meier aus Augsburg, der Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach oder dem Kirchengeschichtler Rudolf Grulich. (KiN  25.1.2007)
 
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