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Radio Kairo Post Office Box 566, Kairo, Ägypten Telefon 0020-2-5778945 Telefax 0020-2-5759553 radiocairo9990 @ hotmail.com |
Sendeplan
Winter 2012/13 19.00-20.00: 11560 kHz. Uhr Weltzeit (+1=MEZ) |
Zur Geschichte
der Sendungen
Im August 1939 ging in Ägypten ein
10-kW-Kurzwellensender in Betrieb. Der Station kam im Zweiten Weltkrieg
eine rundfunkstrategische Bedeutung für den östlichen
Mittelmeerraum und die arabische Halbinsel zu. Unter britischer Kontrolle
strahlte sie auch Sendungen in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
und osteuropäischen Sprachen aus.
Die Nachkriegsgestalt des Auslandsdiensts ist wesentlich von der ägyptischen Geschichte unter Gamal Abd el Nasser geprägt. Am 23. Juni 1952 wurde im Rundfunk die Revolution bekannt gemacht, am 4. Juli 1953 kam die erste Sendung der »Stimme der Araber«, die für ihren propagandistischen Elan bekannt wurde. 1954 wurde Radio Kairo durch zahlreiche afrikanische Sprachen zur »Stimme Afrikas«. Mit beidem verband sich Nassers Führungsanspruch in der arabischen und blockfreien Welt. 1955 sendete Kairo um die 100 Programmstunden wöchentlich, etwa so viel wie die westdeutschen Auslandsdienste. 1965 wurde ein Stand um die 500 Stunden erreicht, der mit Abweichungen seither gehalten wurde. Zwar sendet Radio Kairo in den wichtigsten europäischen Fremdsprachen, aber interessanter ist das Sprachangebot für die islamischen Länder Afrikas und Asiens und für Schwarzafrika. Radio Kairo sendete viele Jahre über die normale Sprachpalette hinaus in neun Sprachen, in denen weder die Deutsche Welle noch die BBC London noch die Voice of America Sendungen hatten. Selbst im Vergleich mit Radio Moskau blieb noch eine Handvoll. Ein ähnlich breites Angebot an afrikanischen Diensten machen nur die christlichen Missionssender.
Im Februar 1958 begann der ägyptische Rundfunk mit deutschen Auslandsprogrammen. Im deutschen Programm geht Radio Kairo ausführlich auf die altägyptische Kultur ein, aber immer wieder auch auf die christliche Geschichte und Gegenwart des Landes und natürlich auch auf die islamisch-arabische Kultur. So gibt es beispielsweise am Sonntag einen »Vers aus dem Koran«. Pluspunkte sammelt die deutsche Stunde aus Kairo für ihre kulturellen Beiträge. Reichlich Minuspunkte macht Radio Kairo durch die schlechte Modulation und den Hörerservice. In der Tat ist der Rücklauf auf Empfangsberichte eher sporadisch, aber man kann auch erleben, dass auf Motivwünsche eingegangen wird, wenn man die laufende QSL-Serie komplettieren will.Das Photographieren von militärisch bedeutsamen öffentlichen Gebäuden ist in Ägypten schwierig.
Diese Grußkarte von Kairo zeigt jedoch das ägyptische Fernsehen.
Die reiche ägyptische Kultur in Vergangenheit und Gegenwart stellt die Motive für die Grußkarten, mit denen sich Radio Kairo bei seinen Hörern und Hörerinnen für Empfangsberichte bedankt.Über viele Jahre war die Verständlichkeit der Programme ein Problem. Im August 1997 kam alles noch schlimmer. China Radio International nahm ein neues Sendezentrum in Urumchi in Betrieb und plazierte seine Europasendung genau auf Kairos Traditionsfrequenz 9900 kHz. Erst im Frühjahr 1998 wurde auch für Hörer und Hörerinnen eine Reaktion der Kairoer Technik hörbar. Da China Radio International offenbar nicht bereit war, von der okkupierten Frequenz wegzugehen, testete Radio Kairo sechs Wochen lang neue Frequenzen. Am 1. September 1998 war es endlich soweit. Die deutsche Stunde kam jetzt auf 9990 kHz. Unglücklicherweise hatte sich an den Modulationsfehlern nichts geändert.
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Dr. Hansjörg Biener 0102
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