Kontakt
Radio France Internationale, émissions
en langue allemande
115, Avenue du Président Kennedy,
FR-75016 Paris
+33-1-5640-Telefon 1212, - Fax 4759,
http://www.rfi.fr/fichiers/Langues/rfi_allemand_main.asp
service.allemagne@rfi.fr
Sendeplan der
deutschen Sendungen (Ortszeit Deutschland)
Berlin-Brandenburg: Berlin 106 MHz
8.30-9.00 Uhr und 12.30-13.00 Uhr Nachrichten
18.00-19.00 Uhr Hauptsendung
Sachsen (mit Sachsenmagazin)
Chemnitz 88,9 MHz, Dresden 91,1 MHz, Pirna
96,4, Leipzig 98,2 MHz
8.30-9.00 Uhr und 12.30-13.00 Uhr Nachrichten
18.30-19.30 Uhr Hauptsendung
Sa 9.00, So 18.00, Mo 12.00 "Sachsenmagazin"
seit 11.6.2003 auch in Budapest auf 92,1 MHz
Seit dem 19. Mai 2005 bringt Radio France
Internationale in seinen digitalen Kurzwellensendungen auch Fremdsprachen.
Damit sind nach langer Pause auch die deutschen Sendungen wieder auf die
Kurzwelle zu hören. Der französische Auslandsdienst sendet in
mehreren Blöcken insgesamt sechs Stunden täglich auf 6175 kHz
im 6-MHz-Europaband. Deutsche Sendungen kommen ab 8.00, 12.30 und 18.00
Uhr MESZ.
Die deutschen Sendungen waren 1996 von
Mittel- und Kurzwelle verschwunden und terrestrisch nur noch regional auf
UKW zu hören. Die Wiederkehr im Rahmen eines digitalen Betriebsversuchs
kann zwar die alte Hörerschaft nicht zurückgewinnen, ist aber
sinnvoll, weil Deutschland eines der Länder mit der höchsten
Durchdringung an DRM-Radioempfängern ist.
75 Jahre französischer Auslandsfunk
In den Anfangsjahren des Rundfunks fand die Kurzwelle zunächst wenig Beachtung, und so blieb sie Funkamateuren, Forschern und der Funktelegraphie vorbehalten. Doch je mehr die Kurzwelle ihre weltweite Reichweite offenbarte, desto mehr interessierten sich auch die Regierungen. Am 6. Mai 1931 wurde anlässlich der Kolonialausstellung in Paris der Poste Coloniale eröffnet, der noch am selben Tag in Frz.-Neukaledonien empfangen wurde. Sender wie der Poste Coloniale dienten vor allem der Verbindung von Kolonialeuropäern mit der Heimat. Fremdsprachen waren noch selten. Erst 1935 wurde auch in Fremdsprachen gesendet.
Mittlerweile selber historische Karten zum 50-jährigen Jubiläum der Auslandssendungen, mit denen sich Radio France Internationale 1981 für Empfangsberichte bedankte.
Deutschsprachige Sendungen aus Frankreich gab es schon im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs 1937 bis 1940, teils um deutscher Propaganda entgegenzuwirken, teils als Stimme von Deutschen im Exil.
Das deutsche RFI-Programm versteht
sich als deutschsprachiges Radioprogramm für eine frankophile, an
der frankophonen Welt interessierte Hörerschaft. „Der französischen
Kultur wird als Alternative zur angelsächsischen ein besonders breiter
Platz eingeräumt. In Sendungen über französisches und frankophones
Kino, französische Musik sowie frankophone Weltmusik und Literatur
wird diesem Anspruch Rechnung getragen.“ Die Pariser Stunde wurde über
viele Jahre um 19.00 Uhr auf der elsässischen Mittelwelle Strassburg
1278 kHz und zwei Kurzwellen ausgestrahlt. Zeitweise wurde auch die für
den Pariser Großraum bestimmte Mittelwelle 738 kHz eingesetzt. Immer
wieder war der deutsche Dienst durch Einsparungen bedroht, wurde aber
immer wieder von seinen Hörerfreunden gerettet.

1996 Sendeende
auf Mittel- und Kurzwelle
Im Oktober 1996 gab Radio France Internationale
die bisherige Klientel auf und suchte sich eine neue Hörerschaft auf
UKW und Satellit. Den Abschied von der der Kurzwelle erklärte man
mit den immer wieder auftretenden Empfangsschwierigkeiten und der abnehmenden
Kurzwellenhörerschaft in Europa. Bei den Kurzwellen konnte man damit
argumentieren, dass der Empfang der Kurzwellen aus dem Nachbarland tatsächlich
mit den jahreszeitlichen Ausbreitungsbedingungen bzw. den wechselnden "toten
Zonen" zu kämpfen hatte. Ärgerlich für die deutschen Hörer
und Hörerinnen war aber, dass die Wellen nicht einfach abgeschaltet
wurden, sondern dem französischen Programm von RFI zugeschaltet wurden.
Der Verzicht auf die Mittelwelle Strassburg, die nachmittags in Elsässisch
sendete und weit nach Südwestdeutschland hineinreichte, leuchtete
noch weniger ein. Der Einsparungseffekt durch eine veränderte Frequenzbelegung
dürfte sich in Grenzen gehalten haben. Damit blieb die Tatsache, dass
die Intendanz die bisherige Hörerschaft einfach nicht mehr als Zielgruppe
bedienen wollte.
Nach mehr als 50 Jahren auf Kurz- und
Mittelwelle waren die deutschen Sendungen ab November 1996 über Antenne
nur noch in Berlin zu empfangen. Seit 1964 war Berlin als Brennpunkt des
Kalten Kriegs ein eigener Schwerpunkt. Die deutsche Redaktion produzierte
eine eigene Sendestunde für den Großraum Berlin und benutzte
dafür die Frequenz des französischen Soldatensenders in Berlin.
Nach dem Abzug der Alliierten aus Berlin bewarb sich Radio France Internationale
um eine eigene Frequenz. Der französische Auslandsfunk verfolgte seit
Jahren die Strategie, in möglichst vielen Hauptstädten der Welt
auf UKW vertreten zu sein. Im Frühjahr 1996 bekam RFI die heutige
Frequenz 106,0 MHz zugewiesen, die Medienanstalt Berlin- Brandenburg verlangte
aber zugleich eine Ausweitung des deutschen Programms. So wurde die deutsche
Sendezeit am 4. November 1996 auf zwei Stunden verdoppelt.
Gast bei Radio
Ropa
Vom Februar 1998 bis Dezember 2000 kehrten
die deutschen Sendungen noch einmal in die traditionellen AM-Rundfunkbänder
zurück. Möglich wurde dies durch die Kooperation mit Radio Ropa,
das sein Programm auf der Langwelle 261 kHz neu konzipiert hatte und nun
ganze Sendeblöcke ausländischer Partner ins Programm übernahm.
Schon früher hatte der 1990 gegründete private Nachrichtensender
RadioRopa-Info ausgewählte Beiträge und die RFI-Nachrichten übernommen.
Dabei hatten die Redakteure gelegentlich das Problem, dass die Anfangszeiten
und Längen der Nachrichten aus Paris nicht fest waren. Dieses Problem
stellte sich mit dem Einbau von Komplettsendungen natürlich nicht
mehr. Kurzfristig stellte RadioRopa 261 zum 31. Dezember 2000 das Programm
ein. Von dem Sendeende wurde die deutsche Redaktion von RFI überrascht.
In einem im Januar 2001 an die bekannten Hörer und Hörerinnen
versandten Brief verwies Redaktionsleiterin Bärbel Moser auf die bekannten
UKW-Frequenzen und die Satellitensendungen und versprach, auch für
die übrige Hörerschaft „bald eine Lösung zu finden“. Auf
diese Lösung wartete man vergeblich.
Anfang September sollte der analoge Transponder
auf Astra abgeschaltet werden, lief jedoch einige Tage weiter, da
es noch kein digitales Erastzsignal auf Astra gab. Wenig später war
RFI trotzdem abgeschaltet. Einzige Empfangsmöglichkeit war danach
ein Feeder auf Eutelsat 7 Grad Ost, einen Satelliten, den in
ganz Deutschland wohl nur ganz wenige
Leute Leuten anpeilen können. Auch bei den UKW-Sendern in Ostdeutschland
gab es Probleme bei der Programmübertragung, da hier das abgeschaltete
Signal auf Astra als Feeder angepeilt wurde, und nicht das von Eutelsat
7 Grad West.
Deutsches RFI-Programm bedroht?
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP
ist das deutsche Programm von Radio France Internationale (RFI) ernsthaft
von der Einstellung bedroht. Vier der zehn Stellen in der deutschen Redaktion
seien bereits gestrichen worden. Nach Angaben der Leitung von RFI hätten
die betroffenen Redakteure „freiwillig“ den Sender verlassen oder andere
Posten bei RFI übernommen.
Erst am 29. Oktober 2006 hatte RFI seine
deutschen Programme eingeschränkt; die Früh- und Mittagssendungen
(8.30-9.00, 12.30-13.00 Uhr Ortszeit) werden jetzt nur noch von Montag
bis Freitag ausgestrahlt, lediglich die Abendsendung (18.00-19.00 Uhr Ortszeit,
Sachsen 18.30-19.30 Uhr) läuft noch an allen Wochentagen. Dieser Schritt
steht in zumindest zeitlichem Zusammenhang mit einer „Reorganisation“,
mit der RFI nach Darstellung der Leitung des Senders auf Kürzungen
des Budgets reagiert.
Vorerst ist nicht absehbar, ob ein eventuelles
Ende der deutschen Sendungen Konsequenzen für die UKW-Zuweisungen
von RFI in Berlin sowie in Sachsen haben könnte. Die Früh- und
Mittagssendungen waren eigens zur Bewerbung für die Berliner Frequenz
106,0 MHz eingeführt worden, während exklusiv für die UKW-Frequenzen
in Sachsen ein wöchentliches „Sachsenmagazin“ produziert wird, das
dort jeweils am Sonnabend um 9.00 Uhr mit Wiederholungen am Sonntag um
18.00 Uhr sowie am Montag um 12.00 Uhr zu hören ist. (Kai Ludwig,
RBB-Medienmagazin 22. Januar 2007)
Der französische Auslandssender Radio
France Internationale (75762 Paris 16) will sein deutsches Programm einstellen.
Dies gab der im Sommer neu ernannte RFI-Präsident Alain de Pouzilhac
am 24. Okt. 2008 bekannt. Insgesamt sind sechs fremdsprachige Dienste des
Radiosenders aus Kostengründen und wegen Hörermangels von der
Streichung bedroht: außer Deutsch Albanisch, Laotisch, Polnisch,
Serbokroatisch und Türkisch. Zudem werde man das Programm auf Chinesisch,
Persisch und Russisch reduzieren. Stattdessen wolle man sich verstärkt
in Afrika engagieren. 56 Festangestellten droht der Verlust ihres Arbeitsplatzes,
darunter den fünf festen Mitarbeitenden des deutschen Dienstes.
Die Betroffenen reagierten mit einem Hilferuf
an die Hörerschaft und mit einem Schreiben an den Präsident Nicolas
Sarkozy. „Wir zählen darauf, Herr Präsident, dass Sie auch weiterhin
die Interessen Frankreichs im Ausland vertreten“, schreiben die neun Direktoren
der Programme. Die Programmkürzungen sind allerdings Folge einer präsidial
vorangetriebenen Neuorganisation der französischen Staatsmedien. Sarkozy
verspricht sich vom Nachrichtenfernsehen „France 24“ und dem Sender „TV
5 Monde“ eine effizientere Interessenvertretung als vom Hörfunk. Dieser
hatte seine beste Zeit während des Kalten Krieges, als die Mauer noch
stand, es noch kein Internet gab und keine Satellitenschüsseln auf
dem Dach standen. Heute vermag bei RFI Paris niemand genau anzugeben, wie
viele Hörer man im Ausland noch erreicht. Das deutschsprachige Programm
ist beschränkt auf täglich zwei Stunden, die über Internet,
Satellit und in vier deutschen Großräumen auf UKW zu empfangen
sind.
Eine Möglichkeit zur öffentlichen
Debatte bietet die Welt beim Kommentar von Sascha Lehnartz: Frankreich
ohne Deutsch 29.10.2008 http://debatte.welt.de/kommentare/96238/frankreich+ohne+deutsch.
(Karl Michael Gierich 30.10., Dr. Hansjörg Biener 30.10.2008)
Die geplante Einstellung des deutschen
Programms von Radio France Internationale hat eine Protestwelle ausgelöst.
Innerhalb der letzten Wochen hat die Redaktion nach eigenen Angaben fast
1000 Briefe von Hörern erhalten. Zudem hätten sich auch Prominente
wie Völker Schlöndorff und Ulrich Wickert für den Erhalt
des Programms einge setzt. Radio France Internationale mit Sitz in Paris
bezeichnet sich selbst als "ausführlichste und aktuellste deutschsprachige
Audio-Plattform aus und über Frankreich und der frankophonen
Welt". (ARD Teletext im Ersten 22.11.2008 via Karl Michael Gierich)
| ©
Dr. Hansjörg Biener 0101
letzte Bearbeitung 0811 Eingangsseite |
Portraits:
AM-Rundfunksender in Mitteleuropa
Portraits: deutschsprachige Auslandsdienste Nachrichten: allgemeiner Auslandsfunk Nachrichten: religiöse Sender |