| Religiösen Sendungen hört man oft die Herkunft nicht an. Noch mehr als bei der Morgenfeier oder Andacht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt das dort, wo religiöse Anbieter Sendezeit kaufen oder eigene Sender und Programme aufbauen. Nicht jeder katholische Anbieter ist auch die Stimme der römisch-katholischen Amtskirche. Noch weniger gilt bei protestantischen Radio- und Fernsehsendungen, dass sie mit einer traditionellen evangelischen Volks- oder Freikirche verbunden sind. Diese Internetseiten sollen zu ein wenig mehr Klarheit führen. Für regelmäßige Informationen über die Senderszene gibt es »Medien aktuell: Kirche im Rundfunk«. | -![]() |
| Kontakt
Instituto Guatemalteco de Educación Radiofónica 11 Avenida 18-45, Zona 2, Ciudad Nueva, 01002 Ciudad Guatemala, Guatemala Freundeskreis ICER/IGER
Informationsbroschüre
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"El Maestro en Casa - Der Lehrer im Haus", das ist das Motto der katholischen Radioschulen in Guatemala, die im August 2004 25 Jahre feierten. Seit 25 Jahre ist das Instituto Guatemalteco de Educación Radiofónica eine Bildungsmöglichkeit für die vielen Männer und Frauen ab 15 Jahren, die als Kinder nicht oder nicht lange in die Schule gehen konnten. IGER hat eine Methode entwickelt, wie die Grundschule, die Mittlere Reife und seit kurzem das Fachabitur nachgeholt werden können. Seit der Gründung der Radioschulen 1979 konnten weit über 300.000 Menschen auf diese Weise doch noch einen Abschluss erwerben.
Das Instituto Guatemalteco de Educación Radiofónica wurde 1979 von dem Münchner Jesuiten Franz Graf Tattenbach (1910-1992) begründet und gilt als Beispiel wie kirchliche und staatliche Entwicklungshilfe aus Europa in der Bildungsarbeit zum Wohl vieler Menschen zusammenwirken. Der Münchner Jesuit Franz Graf Tattenbach hatte 1973 schon ein solches Projekt in Costa Rica angefangen und nach IGER noch eine Radioschule in Honduras. Als der charismatische Jesuit 1992 starb, war er in den Augen vieler Mitstreiter ein "Lokalheiliger".
Das Arbeitsprinzip
Die Hälfte der guatemaltekischen
Bevölkerung hat nie lesen oder schreiben gelernt. Ein weiteres Viertel
hat das, was man in gut drei Jahren Dorfschule gelernt hat, vergessen.
"Es sind halt nach wie vor in Guatemala auf dem Land - wenn es überhaupt
eine staatliche Schule gibt - meist nur zwei oder drei Klassen vorhanden.
Der Staat zählt die Bewohner dieser Siedlungen alle als alphabetisierte
Bürger; das heißt, dass nur so etwa 35-40 Prozent Guatemalteken
als Analphabeten angegeben werden. Und das stimmt ja auch! Die alle
kennen das ABC und können ihren Namen schreiben und (wichtig)
einen Wahlschein ausfüllen! Eine Statistik, die nicht so 'großzügig'
ist, schreibt von 60-70 Prozent Analphabeten. Hier werden nämlich
alle gezählt, die kein Schulabgangszeugnis haben." (Gabriele Miller,
Freundesbrief Dez. 2006)
Durch die Radioschule können Erwachsene
eine Schulbildung auffrischen oder nachholen. Dabei wirken in der Ausbildung
drei Arbeitsformen zusammen: Radiosendungen in Spanisch und fünf Maya-Sprachen,
die Begleitlektüre und die Kleingruppen, in denen wöchentlich
das Gelernte nachgearbeitet und vertieft wird. Jeder angemeldete Schüler,
über 40.000 im Jubeljahr 2004, erhält die von IGER speziell produzierten
Bücher mit den Lektionen und Übungen. Jeden Abend, nach abgeschlossener
Tagesarbeit, kommt dann die Radiosendung, in der die Lektionen erklärt
und die Übungen angeleitet werden. Pro Tag sollen die Schüler
und Schülerinnen ein Blatt durcharbeiten. Am Wochenende treffen sich
alle Schüler eines Dorfes oder einer Region mit einem Orientierungslehrer,
um gemeinsam zu üben und die offenen Fragen zu klären. Diese
Gruppen werden von etwa 2500 ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen geleitet,
die sich meist aus Absolventen früherer Jahre rekrutieren. Das gedruckte
Material wird in Guatemala Stadt von einer kleinen Lehrergruppe ausgearbeitet
und ständig überarbeitet. Zur Begleitung des Radiounterrichts
werden jährlich 38 verschiedene Publikationen mit einer Gesamtauflage
von etwa 156.000 Exemplaren gedruckt.
Der Stand der
Dinge
Ursprünglich holte die Radioschule
Grundschulkenntnisse nach, doch bald wurden weitere Abschlüsse staatlich
anerkannt und im Jahr 2000 begann der erste Abiturkurs. 1981 begann mit
IGER Keckchi das erste Programm, das eine Mayasprache in den Unterricht
einbezog. Bis 1991 folgten Kiche, Ixil, Mam und Kaqchikel. Damit wurden
die fünf größten der über 20 indigenen Sprachen abgedeckt.
In den Jahren von 1979 bis 2003 waren fast 438.000 Schülerinnen und
Schüler eingeschrieben, gut 312.000 haben einen staatlich anerkannten
Abschluss erreicht.
Bis 1994 wurden meist kleine Radiosender
in kirchlicher Trägerschaft benutzt, die durch Misereor-Aktionen entstanden
sind. Mittlerweile aber wurden mit deutscher und europäischer Entwicklungshilfe
in mehreren Diözesen neun Sender errichtet. Im 25. Jahr werden 30
Sender eingesetzt.
| Deutscher Freundeskreis der Radioschulen von Guatemala | Freundesbriefe |
| Auf Initiative von Franz von Tattenbach
entstand in Deutschland ein Freundeskreis, der von Anfang an von der bedeutenden
katholischen Religionspädagogin Gabriele Miller geleitet wurde und
der dem Schulfunk finanzielle Rückendeckung gibt. Seit 1996 hat der
Katholische Frauenbund der Diözese (Rottenburg-Stuttgart) die Radioschulen
in Guatemala zu seinem Projekt gemacht. 1999 wurde von Bischof Walter Kasper
eine Stiftung "El Maestro en Casa" gegründet. Das Grundkapital betrug
2 Mio. DEM, aus deren Zinsen die Radioschulen nun mitfinanziert werden.
Die deutsche Hilfe wurde um so wichtiger, je mehr der guatemaltekische
Staat seine Zuwendungen strich. Mittlerweile wurde der staatliche Zuschuss,
der einst ein Drittel der Kosten deckte, ganz gestrichen.
Am 17. Mai 2004 wurde Dr. Gabriele Miller (81) im Auftrag von Papst Johannes Paul II. durch Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart) mit der Würde einer Komturdame des päpstlichen Silvesterordens ausgezeichnet. Damit wurden sowohl ihre religionspädagogischen Verdienste in Europa gewürdigt als auch ihr großes Engagement für die Alphabetisierungsarbeit in Lateinamerika. In einer weiteren Würdigung ihrer Verdienste erhielt Gabriele Miller am 10. April 2006 das Bundesverdienstkreuz. Die schwerkranke und betagte Initiatorin des deutschen IGER-Freundeskreises hat längst das Haus bestellt: Seit längerer Zeit wird der Freundeskreis von Domkapitular Dr. Klaus Krämer, Leiter des Weltkirchenreferats im Bischöflichen Ordinariat, mitgeleitet. |
April 2008 |
Judith Behnen: Bildung aus dem Radio.
Besuch bei IGER am 2. März 2006
Anfang 2006 war ich für zwei Monate
in Guatemala und Nicaragua. Während meines Zwischenstopps in Guatemala
City einen Tag vor dem Rückflug nach Deutschland hatte ich die Gelegenheit,
IGER zu besuchen. Lili, die Assistentin von Padre Chema SJ, hatte mir eine
Wegbeschreibung gemailt - aber das wäre gar nicht notwendig gewesen.
Der Taxifahrer, bei dem ich am Flughafen einsteige, fragt: IGER? Die Radioschulen?
Kenn ich." Vor einigen Jahren hatte er sich für einen Kurs angemeldet,
regelmäßig das Programm gehört und mitgearbeitet, aber
dann wegen des Jobs als Taxifahrer keine Zeit mehr für die Prüfungen
gefunden. Als wir beim Gebäudekomplex von IGER ankommen, ist die Einfahrt
von einem großen Lastwagen blockiert: Baumaterial für den eingerüsteten
Rohbau, auf dessen Dach schon ein hoher Sendemast steht.
Padre Chema finde ich in seinem kleinen,
engen Büro in einem flachen Nebengebäude und werde herzlich von
ihm begrüßt. Er und Lili nehmen sich viel Zeit, um mir die Arbeit
von IGER zu zeigen und zu erklären. Wir beginnen in der Druckerei.
Maschinen rattern, ziehen große Papierbögen ein, bedrucken,
falzen und schneiden sie. Ganze Paletten mit frisch gedruckten Unterrichtsmaterialien
und Prüfungsfragen warten auf den Versand an die Regionalbüros
von IGER. Hoch professionell sind bei IGER die verschiedenen Schritte organisiert,
so dass alle 41.073 landesweit eingeschriebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer
ihre Studienunterlagen rechtzeitig zur Ausstrahlung der Radioprogramme
bekommen. Ausgebildete Pädagogen mit viel Erfahrung erarbeiten die
Materialien. Im Studio lesen verschiedene Sprecherinnen und Sprechern die
einzelnen Unterrichtseinheiten vor. Am elektronischen Schneidetisch werden
die Aufnahmen aufbereitetet, mit Musik gemixt und auf CDs gebrannt, die
an alle beteiligten Radiosender verschickt werden. Die ehrenamtlichen Koordinatoren
aus den verschiedenen Departamentos kommen regelmäßig für
Schulungen nach Guatemala City.
Durch das effiziente Ineinandergreifen
von Radio-Lektionen, eigenständigem Studium anhand der Materialien
und regelmäßigen Treffen mit den lokalen Koordinatoren ist das
Konzept von IGER sehr erfolgreich. Von den über 41.000 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer haben im vergangenen Jahr mehr als 30.000 die Prüfungen
erfolgreich bestanden. Padre Chema zieht verschieden Statistiken aus der
Schublade und erklärt die Entwicklungen derjahre, die Unterschiede
nach Alter, Regionen, Stadt, Land, Männer, Frauen. Aber es liegt ihm
fern, sich auf dem Erfolg auszuruhen, er baut das Projekt aus und hat viele
neue Pläne.
Ein gerade von IGER realisiertes neues
Projekt ist die Radionovela "amor entre rejas" - eine Hörspiel-Serie,
die Bildungsinhalte auf unterhaltsame Weise verpackt und für gesellschaftliche
Probleme sensibilisiert. Sehr glücklich ist Padre Chema auch, dass
es mit dem seit langem notwendigen Erweiterungsbau endlich voran geht.
Er zeigt mir den Neubau. Die Treppenstufen werden gerade frisch gegossen
und wir balancieren über Bretter. Hell, freundlich und luftig werden
die neuen Büros für die Mitarbeiter. Wenn im Mai das neue Gebäude
eingeweiht werden kann, wird es auch mehr Platz für die Druckerei,
die Schulungsräume und die Unterbringung von Besuchern und Koordinatoren
geben. Im Gespräch mit mir betont Padre Chema ausdrücklich, wie
viel ihm die Unterstützung aus Deutschland bedeutet. Das Vertrauen,
das der Freundeskreis IGER und die Jesuitenmission in ihn setzen, ermöglicht
es ihm - wie er sagt - ohne viel Bürokratie flexibel zu reagieren
und auch neue Wege zu gehen. Der Nachmittag bei IGER geht viel zu schnell
vorbei. Zum Abschied schenkt Padre Chema mir ein kleines Bild, das die
Bedeutung von IGER eindrucksvoll einfängt.
Drei Frauen knien mit gebeugten Rücken
über aufgeschlagenen Heften auf dem Boden. Sie lauschen, mit gezückten
Bleistiften in der Hand, den Worten aus dem Radio. Die Härte des Alltags
hat ihre Gesichter gezeichnet. Ihre Blicke sind angestrengt konzentriert.
Dem Radioprogramm von IGER zu folgen, ist für sie kein spielerischer
Zeitvertreib. Es ist harte, mühevolle Arbeit. Aber man spürt
ihren eisernen Willen. Und man spürt ihre Sehnsucht. Gemeinsam lernen
zu können, ist für sie wie der Horizont im Hintergrund des Bildes,
der sich im Sonnenlicht weitet.
Guatemala: Auslandszivildienst bei den
guatemaltekischen Radioschulen
Seit dem 28. August 2007 leisten sechs
junge Männer ihren 12-monatigen "Anderen Dienst" im Instituto Guatemalteco
de Educación Radiofónica. Dieser Zivildienst nach §
14b des Zivildienstgesetzes von den Freiwilligen und ihrem Unterstützerkreis
finanziert und dauert 3 Monate länger als der Militärdienst bei
der Bundeswehr. In den ersten Tagen wurden die Zivildienstleistenden in
die Arbeit der guatemaltekischen Radioschulen und die politische und gesellschaftliche
Sitzation eingeführt. Anschließend waren die sechs bei einem
zweiwöchigen Sprachkurs in Quetzaltenango.
Für die guatemaltekischen Radioschulen
kommt diese Art der Mitarbeit das erste Mal. Vier Freiwillige arbeiten
jetzt in Quetzaltenango und zwei in Cobán. Einmal im Monat treffen
sie in der Hauptstadt Maria Christine Zauzich, die sie fachlich betreut.
Die Treffen sind immer dann, wenn sich die IGER-Koordinatoren mit Pater
Chema, dem Leiter der Radioschule in der Hauptstadt treffen. Im neuen Schuljahr
werden die Freiwilligen ab Januar 2008 auch als Orientierungslehrer vor
allem in den Fächern Mathematik/Physik mitarbeiten.
Jonas Jansen wird seit dem 24. September
in Cobán (Departamento Alta Verapaz) eingesetzt, dem Hauptbüro
des Sector Norte: „Als es noch in Deutschland darum ging auszuwählen,
welches Projekt und Land wir bevorzugen, fand ich gleich Guatemala mit
diesem Radioprojekt interessant. Jedoch konnte ich mir überhaupt nicht
vorstellen, wie das überhaupt funktioniert über das Radio zu
lernen. Auch allen anderen, denen ich davon erzählte, guckten mich
eher fragend an, da wir in Deutschland so was wirklich nicht kennen.
Nachdem ich jetzt im IGER arbeite, weiß
ich, dass Lernen über Radio funktioniert und zwar sehr gut! Vor allem
in einem Land, wo die Natur aufgrund von Gebirge und Regenwald nicht zulässt,
dass alle Menschen Zugang zu Städten oder größeren Dörfern
haben und wo es nicht überall Lehrer gibt, außer wenn diese
stunden- oder tagelange Fußmärsche auf sich nehmen würden!
In einem Land, wo die Kinder nicht den Tag in der Schule verschwenden können,
weil das Leben der ganzen Familie auf dem Spiel steht, ist dieses Schulsystem
perfekt! Der Unterricht wird abends gegen 18.00 Uhr gesendet, so dass die
Schüler tagsüber ihrer Arbeit nachgehen können und abends
lernen können.
Besonders in den kleinen Dörfchen
(Aldeas) stelle ich fest, wie notwendig dieses Projekt ist und wie sehr
dieses Angebot in Anspruch genommen wird. Das Problem auf den Aldeas ist,
dass es zwar Schulen gibt, die aber nur die Kinder unterrichten und die
Jugendlichen oder Erwachsenen, die bis jetzt noch keine Schulausbildung
haben, können nicht auf dem normalen Wege ihren Schulabschluss machen.
Und gerade in diesem Fall kann das IGER helfen!
Meine Arbeit besteht darin mit den Koordinatoren
auf die Aldeas hinauszufahren und dort mit den Schülern zu sprechen
und zu erfragen, wie diese mit dem Stoff und den Methoden klarkommen und
mit den Lehrern zu sprechen, wie die die Situation einschätzen. Als
ich das erste Mal hinausgefahren bin, hatte ich gar nicht das Gefühl
in einem Dorf zu sein, da wir zwei Stunden mit dem Pickup auf Geröllstrassen
durch den Busch gefahren sind und dann irgendwann an einer Schule gehalten
haben, die zu einem Dörfchen gehört, ich aber keine anderen Häuser
gesehen habe, sondern nur Mais-, Kaffee- oder Kardamonfelder um mich herum.
Jetzt nachdem ich schon öfter in solchen Aldeas gewesen bin, weiß
ich, dass sich die Häuser, wo die Leute wohnen in den Feldern befinden
und nur kleinste Trampelwege dorthin führen. Man darf sich halt ein
Aldea nicht wie ein Dörfchen in Deutschland vorstellen!
Weiterhin arbeite ich in dem Büro
des IGER in Cobán und helfe, wo auch immer ich kann. Im Oktober
endet das Schuljahr in Guatemala und es liegt viel Büroarbeit für
das kommende Jahr an. So müssen die Noten aller Schüler eingetragen
werden und die neuen Bücher für die Schüler geordnet, gezählt
und an die Koordinatoren verteilt werden, damit diese die dann an die Lehrer
weitergeben können, um sie weiter zu verteilen.
Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass
diese Institution auch weiterhin besteht, da ohne diese viele Menschen
in Guatemala nicht an Bildung herankommen können, entweder aus Kostengründen
oder aus Entfernungsgründen. Aufgrund dieses komplexen Systems des
IGER's kann wirklich jeder in Guatemala an fast jedem Ort erreicht werden,
auch da wo die Handynetze nicht mehr hinkommen, aber das gute alte Radio
funktioniert!
Die Bildung in diesem Land ist so wichtig,
da ohne diese die Menschen nicht einer festen Arbeit nachgehen können,
nicht genug Geld verdienen können, um ihren Kindern eine vernünftige
Schulausbildung zu bezahlen und nicht über Guatemala hinausschauen
können. Mittlerweile habe ich einige Leute getroffen, die erzählt
haben, dass sie ihren Schulabschluss mit IGER gemacht haben und nun einer
Arbeit wie Krankenpfleger, Sekretärin oder anderes nachgehen. Ich
finde das zeigt deutlich, wie fähig das guatemaltekische Volk ist
und welche Möglichkeit ihnen gegeben wird, wenn man ihnen zur Bildung
verhilft.
Selbstverständlich haben die Leute
genauso Probleme mit dem Lernen wie bei uns, dass man meistens zu faul
ist und keine Lust hat, aber ich glaube, dass man hier dankbarer lernt
und Bildung zu schätzen weiß.“
Das Instituto Guatemalteco de Educación
Radiofónica wurde 1979 von dem Münchner Jesuiten Franz Graf
Tattenbach (1910-1992) begründet und betreut derzeit 42.000 Fernschüler
und -schülerinnen, die mittels Schulfunk und lokalen Lerngruppen verschiedene
Schulab-schlüsse erreichen. Gesendet wird in Spanisch und
verschiedenen Indiosprachen. Mit den Jahren
hat sich der Staat immer weiter aus der Finanzierung herausgezogen, sodass
der Betrieb auf Mittel der Stiftung IGER, einer Stiftung der Diözese
Rottenburg-Stuttgart und eines deutschen Freundeskreises angewiesen ist.
Abgewickelt wird die finanzielle Seite über die Missionsprokur der
Jesuiten (90402 Nürnberg), Liga-Bank Konto 5115582, BLZ 75090300.
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Dr. Hansjörg Biener 0409
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