| Religiösen Sendungen hört man oft die Herkunft nicht an. Noch mehr als bei der Morgenfeier oder Andacht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt das dort, wo religiöse Anbieter Sendezeit kaufen oder eigene Sender und Programme aufbauen. Nicht jeder katholische Anbieter ist auch die Stimme der römisch-katholischen Amtskirche. Noch weniger gilt bei protestantischen Radio- und Fernsehsendungen, dass sie mit einer traditionellen evangelischen Volks- oder Freikirche verbunden sind. Diese Internetseiten sollen zu ein wenig mehr Klarheit führen. Für regelmäßige Informationen über die Senderszene gibt es »Medien aktuell: Kirche im Rundfunk«. | -![]() |
| Kontakt
Moses Nyantee Manager of Radio ELWA Monrovia Box 192, Monrovia, Liberia www.elwaministries.org staff @ elwaministries.org |
Sendeplan
(Weltzeit)
etwa 5.30-8.00 und 18.00-21.00 Uhr 4760 kHz (1 kW) |
2004: 50 Jahre
Radio ELWA Monrovia
Praktisch unbemerkt von der Kurzwellenhörerschaft
feierte Radio ELWA Monrovia am 18. Januar seinen 50. Geburtstag. 1954 war
in Monrovia der erste 1-kW-Mittelwellensender einer US-amerikanischen Mission
in Betrieb gegangen, die später auch ein Hospital aufbaute. Die Jubiläumsfeierlichkeiten
fanden zeitgleich in Monrovia und in der Zentrale von SIM-International
in Charlotte, N.C. Zu den Teilnehmern in Monrovia gehörte auch
Lee Sonius, der von SIM freigestellt wurde und derzeit in Cote d’Ivoire
als Direktor der Sub-Saharan Africa Region von HCJB World Radio tätig
ist. Er musste 1990 und 1996 mit seiner Familie das Land verlassen und
verlor jeweils alles, was sie hatte. Ähnlich versammelten sich unter
den Hunderten Gästen in den USA neben früheren ELWA-Missionaren
bzw. deren Kindern auch zahlreiche Exilliberianer.
Nachdem die Radioarbeit frühere Unruhen unbeschadet überstanden hatte, wurde sie in den vergangenen 15 Jahren mehrfach (1990, 1996) durch liberianische Bürgerkriegsparteien zerstört. Radio ELWA entstand nur noch als lokaler Sender. Überregionale christliche Sendungen werden seither über Trans World Radio aus Südafrika ausgestrahlt.
Seit 1997 sendet Radio ELWA wieder auf
UKW, seit 2000 auf der Traditionskurzwelle 4760 kHz am unteren Ende des
60-m-Tropenbandes. Beide Sender wurden von der US-amerikanischen Radiomission
HCJB World Radio hergestellt. 2003 wurde die Sendeanlage überholt,
um eine größere Reichweite zu erzielen. Die Station sendete
zu dem Zeitpunkt in zehn liberianischen Sprachen.
Bei Radio ELWA Monrovia sind seit
Jahrzehnten fast nur Afrikaner tätig, aktuell als Ausländer nur
zwei Missionarsfamilien aus den USA und Südkorea. Zwar wurde die christliche
Rundfunkstation von einheimischen Mitarbeitern wieder aufgebaut, doch geben
die ausländischen Partner noch projekthafte Unterstützung. Die
Mittel für den laufenden Betrieb werden seither durch Werbung, Ansagen
und bezahlte Programme, aber auch lokale Spenden bestritten.
2007 Testsendungen
von Radio ELWA Monrovia
Nach längerer
Pause wurde Radio ELWA Monrovia wieder gemeldet. Die Station testet auf
der alten Frequenz 4760 kHz einen neuen 5-kW-Sender von Elcor. Die Station
wurde mehrfach mit dem Sendeschluss gegen 23.00 Uhr mit der liberianischen
Hymne gehört, die Kerntestzeiten waren aber eher Mo-Sa 16.00-21.30
Uhr. Eine weitere Frequenz, die ab 28. Nov. 2007 getestet wurde, ist 6070
kHz. Nach Angaben von John Stanley, der den Sender einrichtet, haben viele
lokale Radioempfänger das 5-MHz-Tropenband nicht (!), 6-MHz aber schon.
Die Frage ist nun, ob man sich der Interferenz in dem für inter-nationale
Rundfunksender vorgesehenen Band stellen kann. (John Stanley 19., 23.,
28.11.2007)
Radio Veritas Monrovia
Radio Veritas Monrovia
konnte wieder auf Kurzwelle gehört werden. Die katholische Station
sagt 97,8 MHz für Monrovia an, aber tatsächlich auch die Kurzwellen,
so dass hier offen-sichtlich wieder regelmäßig für das
Land gesendet werden soll. Wie Stationsmanager Ledgerhood Rennie mitteilt,
verfügt die Station über einen 10-kW-Sender, der aktuell aber
nur mit 6 kW betrieben wird. Die internationalen Empfangsmeldungen beziehen
sich durchweg auf auf 5470 kHz bis zum Sendeschluss um 23.00 Uhr. Morgens
wird ab 6.00 Uhr auf 6090 kHz gesendet. Dafür bestehen in Europa,
auch wegen der DRM-Sendungen auf 6085 und 6095 kHz, keine Empfangsaussichten.
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Dr. Hansjörg Biener 0402
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