© Dr. Hansjörg Biener
Religiösen Sendungen hört man oft die Herkunft nicht an. Noch mehr als bei der Morgenfeier oder Andacht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt das dort, wo religiöse Anbieter Sendezeit kaufen oder eigene Sender und Programme aufbauen. Nicht jeder katholische Anbieter ist auch die Stimme der römisch-katholischen Amtskirche. Noch weniger gilt bei protestantischen Radio- und Fernsehsendungen, dass sie mit einer traditionellen evangelischen Volks- oder Freikirche verbunden sind. Diese Internetseiten sollen zu ein wenig mehr Klarheit führen.  Für regelmäßige Informationen über die Senderszene gibt es »Medien aktuell: Kirche im Rundfunk«. Buch zur Grundinformation über die internationale Senderszene-Buch zur Grundinformation über die deutschen Radiomissionen

Madagaskar
 
Adventist World Radio
Family Radio
Radio Feon'ny Filazantsara
Radio Nile für den Sudan
World Christian Broadcasting

Radio Nile für den Sudan
Seit 20 Jahren tobt im Sudan ein Krieg, der oft als Krieg zwischen dem arabischen Norden und afrikanischen Süden, zwischen muslimischem Fundamentalismus und anderen Religionen verstanden wird. Allerdings ist die Front im Süden keineswegs einheitlich, denn verschiedene Kriegsherren bekämpfen sich auch gegenseitig bzw. kooperieren nach Bedarf mit der Regierung.
2000
Nach positiven Empfangsergebnissen für Testsendungen am 24. Dezember 1999 und 1. Januar 2000 begann Radio Voice of Hope mit den Vorbereitungen für regelmäßige Sendungen. Am 4. November 2000 wurde dann ein samstägliches Programm in Englisch und Sudan-Arabisch für den Süden des Sudan aufgenommen. Eingesetzt wurden schon damals die Traditionsfrequenzen 12060 und 15320 kHz (200 kW, 325/335°).
Die „Stimme der Hoffnung für die, die im Südsudan keine Stimme haben“, wurde von der christlichen Programmgesellschaft NCRV als Teil ihrer Feiern zum 75-jährigen Bestehen initiiert und von ihr und mehreren religiösen und humanitären Organisationen finanziert. Die meisten Programmteile werden in einem Studio der katholischen Kirche in Kampala aufgenommen und dann an Radio Nederland geschickt. Ein Aufsichtsrat von elf Personen plant und überwacht die Sendungen. Fünf Mitglieder kommen vom New Sudan Council of Churches, je zwei von Frauenorganisationen und ausländischen Hilfsorganisationen, eines vertritt Jugendliche, eines die Journalisten.
2005
Radio Voice of Hope wird in Radio Nile umbenannt. Die humanitäre Station verdoppelt mit dem Beginn des Wintersendeplans 2005/06 ihre Sendezeit und sendet nunmehr samstags bis dienstags 4.00-5.00 Uhr über die Anlagen von Radio Nederland Wereldomroep auf Madagaskar auf 12060 und 15320 kHz (200 kW, 335°) für den Südsudan.
2006
Radio Nile hat noch in der Sommersaison 2006 den Betrieb eingestellt, offenbar aus finanziellen Gründen. Man hatte zuletzt samstags bis dienstags 04.00-04.57 Uhr auf 12060 und 13725 kHz aus Madagaskar gesendet.