| Religiösen Sendungen hört man oft die Herkunft nicht an. Noch mehr als bei der Morgenfeier oder Andacht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt das dort, wo religiöse Anbieter Sendezeit kaufen oder eigene Sender und Programme aufbauen. Nicht jeder katholische Anbieter ist auch die Stimme der römisch-katholischen Amtskirche. Noch weniger gilt bei protestantischen Radio- und Fernsehsendungen, dass sie mit einer traditionellen evangelischen Volks- oder Freikirche verbunden sind. Diese Internetseiten sollen zu ein wenig mehr Klarheit führen. Für regelmäßige Informationen über die Senderszene gibt es »Medien aktuell: Kirche im Rundfunk«. | -![]() |
Radio
Nile für den Sudan
Seit 20 Jahren tobt im Sudan ein Krieg,
der oft als Krieg zwischen dem arabischen Norden und afrikanischen Süden,
zwischen muslimischem Fundamentalismus und anderen Religionen verstanden
wird. Allerdings ist die Front im Süden keineswegs einheitlich, denn
verschiedene Kriegsherren bekämpfen sich auch gegenseitig bzw. kooperieren
nach Bedarf mit der Regierung.
2000
Nach positiven Empfangsergebnissen für
Testsendungen am 24. Dezember 1999 und 1. Januar 2000 begann Radio Voice
of Hope mit den Vorbereitungen für regelmäßige Sendungen.
Am 4. November 2000 wurde dann ein samstägliches Programm in Englisch
und Sudan-Arabisch für den Süden des Sudan aufgenommen. Eingesetzt
wurden schon damals die Traditionsfrequenzen 12060 und 15320 kHz (200 kW,
325/335°).
Die „Stimme der Hoffnung für die,
die im Südsudan keine Stimme haben“, wurde von der christlichen Programmgesellschaft
NCRV als Teil ihrer Feiern zum 75-jährigen Bestehen initiiert und
von ihr und mehreren religiösen und humanitären Organisationen
finanziert. Die meisten Programmteile werden in einem Studio der katholischen
Kirche in Kampala aufgenommen und dann an Radio Nederland geschickt. Ein
Aufsichtsrat von elf Personen plant und überwacht die Sendungen. Fünf
Mitglieder kommen vom New Sudan Council of Churches, je zwei von Frauenorganisationen
und ausländischen Hilfsorganisationen, eines vertritt Jugendliche,
eines die Journalisten.
2005
Radio Voice of Hope wird in Radio Nile
umbenannt. Die humanitäre Station verdoppelt mit dem Beginn des Wintersendeplans
2005/06 ihre Sendezeit und sendet nunmehr samstags bis dienstags 4.00-5.00
Uhr über die Anlagen von Radio Nederland Wereldomroep auf Madagaskar
auf 12060 und 15320 kHz (200 kW, 335°) für den Südsudan.
2006
Radio Nile hat noch in der Sommersaison
2006 den Betrieb eingestellt, offenbar aus finanziellen Gründen. Man
hatte zuletzt samstags bis dienstags 04.00-04.57 Uhr auf 12060 und 13725
kHz aus Madagaskar gesendet.