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Radio Polonia Al. Niepodleglosci 77/85, PL-00-977 Warszawa +48/22/645 Tel 93 31 bis 5, Fax 5917 www.polskieradio.pl/zagranica/de - deutsche.redaktion @ polskieradio.pl Auf dem Foto die Mitarbeiter der Redaktion:
Aleksander Opalski, Kamila Lutostanska, Joachim Ciecierski, Jan Wozniak,
Anna Kluk. Aus Krakau berichtet Jolanta Slusarska, aus Kattowitz Ilza Kowol.
Stammgäste in der Sendereihe Themen der Woche sind u.a. Janusz Tycner
und Karol Szyndzielorz.
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Sendeplan
| Winter 2011/12
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Mit dem
Wintersendeplan 2011/12 wurden die Kurzwellensendungen von Polskie Radio
drastisch gekürzt. Betroffen ist auch das deutsche Programm, von dessen
bisherigen drei Sendeplätzen auf Kurzwelle (bis zum 29.10.2011 13.30, 17.30,
21.30 MESZ) nur noch einer verbleibt. In der Sendung am 6. Okt. 2011
kommentierte die deutsche Redaktion den Hinweis mit der Bemerkung, man hoffe
"trotz dieser kleinen Einschränkung" weiter auf die Treue der
Hörer. Beim russischen Programm entfallen zwei der vier Sendeplätze auf
Kurzwelle, das belorussische Kurzwellenprogramm wird von 2,5 auf 1,5 Stunden
gekürzt, das ukrainische von 3,5 Stunden auf 30 Minuten. Damit ergibt sich
folgender Wintersendeplan 2011/12: 15.00-15.30: 9580 (125 kW, 78°) Deutsch Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) |
Programmstruktur
Montag bis Freitag Nachrichten, Presseschau
Donnerstag Hörerpost
Freitag Regionalberichte
Samstag Gesprächsrunde über
die Themen der Woche
Sonntag Wiederholungen aus dem Wochenprogramm
Zur Geschichte der Auslandssendungen
In den frühen Jahren war Rundfunk so faszinierend, dass man auch versuchte, weiter entfernte ausländische Sender zu hören. Manche Stationen hatten nach dem Ende des normalen Inlandsprogramms sogar eigene Sendungen für ausländische Hörer und Hörerinnen. Der Privatinitiative des Direktors entspringende französische Programme von Radio Katowice waren 1928-1935 so etwas wie der erste, wenn auch inoffizielle Auslandsdienst Polens. 1936 begannen offizielle Auslandssendungen auf Kurzwelle in Englisch und Polnisch.
Deutsche Sendungen aus Warschau gibt es
seit 1950. Die erste Sendung kam am 15. November anlässlich des dritten
Weltfriedenskongresses und dauerte eine halbe Stunde. In der Zeit des Kalten
Krieges hatte das deutsche Programm bis zu fünf Stunden täglich
Sendezeit und bis zu 20 Mitarbeitende in der Redaktion.
Kontrovers ging es immer dann zu, wenn
im Hörerforum "Ihre Briefe an uns" besprochen wurden. Streitpunkte
waren zum Beispiel die Städtenamen in den früheren deutschen
Ostgebieten, die heute ganz selbstverständlich polnisch und deutsch
genannt werden, die Ostpolitik und die Aufarbeitung des Nationalsozialismus
in Westdeutschland. Eine gewisse Brücke in die alte Heimat waren für
Heimatvertriebene freitags und samstags die Korrespondentenberichte aus
Bydgoszcz, Katowice, Krakow, Olsztyn, Opole und Wroclaw.
Die wohl schönste Serie von Grußkarten hatte der polnische Auslandsdienst in den siebziger Jahren. Die fünf Karten stellten Wappen polnischer Städte vor. Im damaligen Klima war sie auch ein Politikum, waren dabei doch auch Städte in den "polnisch verwalteten Gebieten", wie man in Westdeutschland sagte. Wie die deutsche Redaktion von Polskie Radio immer wieder betonte, wollte man nicht nur einen Austausch von Empfangsberichten und QSL-Karten, sondern einen längeren Dialog. So erbat man persönliche Briefe und versuchte, sie ihn einem angemessenen Zeitraum persönlich zu beantworten. Das Interesse zeigte sich für die Hörer auch in einer guten Dokumentation der Hörerpost. Vom November 1971 bis März 1999 gab es sogar einen Hörerklub, der zum regelmäßigen Kontakt animieren sollte.

Die Wende zu den achtziger Jahren brachte
eine erste Änderung. 1980 war der heiße Sommer der Solidarnosc-Gründung.
Nur mit Mühe konnte Polen auf kommunistischem Kurs gehalten werden.
In der deutschen Redaktion nahm man noch weniger ein Blatt vor den Mund
als zuvor schon.
1989 brach der osteuropäische Kommunismus
endgültig zusammen. Der Kalte Krieg fiel weg und damit auch eine wichtige
Begründung der Auslandsprogramme. Die neunziger Jahre brachten darum
einige Probleme für die deutschen Programme. Die Möglichkeiten
wurden immer weiter gekürzt, und manchmal schien es so, als stünde
die deutsche Redaktion vor dem Aus. Andererseits wandte sich der polnische
Auslandsfunk nun neu an die osteuropäischen Nachbarn und brauchte
dafür Geld.

Bereits in den ersten Jahren des neuen
Jahrhunderts erwog Radio Polonia, die Nutzung der Kurzwellenstation Leszczynka
bei Warschau aufzugeben und ins Ausland abzuwandern. Die von der Telekomunikacja
Polska betriebenen Kurzwellensender alterten und hatten erhebliche technische
Mängel, die nicht abzustellen waren. Als ein erstes Datum wurde der
1. Oktober 2002 genannt, aber man nahm von diesem Schnitt dann wieder Abstand.
Zum Winterhalbjahr 2006 wurde der Plan dann doch verwirklicht. Nach einem
Ausschreibungsverfahren übernahm T-Systems die Betreuung der Kurzwellensendungen
und brachte Radio Polonia auf die eigenen Sendeanlagen, stellte aber auch
Sendezeit in Französisch-Guyana und Monaco bereit. Von einer „Lawine
von Empfangsberichten“ berichtete Anna Kluk wenig später am 12. Nov.
2006 in der Hörerbriefsendung der deutschen Redaktion. Die Hörerschaft
trauerte dem Brummen und Blubbern der polnischen Kurzwellenstation nicht
nach und bezeichnete die Empfangssituation als deutliche Verbesserung.
Zum Wintersendeplan 2009/10 wechselte
der polnische Auslandsdienst den Provider und ging vom T-Systems-Nachfolger
Media Broadcast zu VTC Communications.
| "Wir haben Ihre private Homepage gleich gelesen und uns über deren großartige Aufmachung sehr gefreut. Die Seite über Radio Polonia-Seite sehr schön gestaltet... Die Kollegen haben sich an die alten QSL-Karten (und die alten Zeiten, als unser Programm länger und daher reicher gestaltet war und die Redaktion viele Mitarbeitende hatte mit etwas Wehmut) erinnert. Der Anblick dieser QSL-Karten brachte uns auf die Idee, ähnliche entstehen zu lassen." (Anna Kluk 17.4.2001) |
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Dr. Hansjörg Biener 0103
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