| Kontakt
Stimme Russlands 25 ul. Pyatnitskaya, Moskau, 113326 Russland, www.vor.ru/German/german.htm post-de @ vor.ru |
"Sehr geehrte Hörer und Hörerinnen, fortan können Sie Ihren Brief an die Redaktion der Stimme Russlands kostenlos abschicken. Dazu genügt es, die Webseite unseres Rundfunksenders www.ruvr.ru zu öffnen, auf einem beliebigen Briefumschlag den speziellen Postaufdruck ftp://ftp.vor.ru/Video/DutchSpecial_env200807.pdf auszudrucken, Ihren Brief in diesen Umschlag zu stecken und in einen beliebigen Briefkasten in Ihrem Lande zu stecken. Eine Briefmarke ist dann nicht mehr erforderlich." (http://german.ruvr.ru/about.html) |
Sendeplan
Winter 2011/12
10.00-11.00: 9720
10.00-13.00: 1431 1323 693 630
11.00-13.00: 558 (Schweiz)
11.00-13.00: 7325-DRM
16.00-17.00: Fr-Mi 1431 693 630
16.00-18.00: 558 (Schweiz) 1323
16.00-19.00: 6040-DRM
16.00-18.00: 9675-DRM
16.00-18.00: 7220
17.00-18.00: 1431 693 630
18.00-19.00: 6145-DRM
18.00-20.00: 630 1323 1431 7310
19.00-20.00: 693 558 (Schweiz) Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) Programm
Die Stimme Russlands hat durch den Sendebeginn der Schweizer Mittelwelle Monte Ceneri Cima di Dentro 558 kHz (200 kW) folgenden Sommersendeplan 2011 in Deutsch:
09.00-12.00: 1431 (Dresden 250 kW) 1323 (Wachenbrunn 1 MW, Sa 11.00-12.00 Wartungspause) 693 (Oranienburg 250 kW) 630 (Königslutter 100 kW)
09.00-10.00: 11655 (Lviv Krasne UA 300 kW, 278°)
10.00-12.00: 558 (Monte Ceneri Cima di Dentro CH 200 kW)
10.00-12.00: 9850-DRM (Kaliningrad RU 15 kW)
15.00-19.00: 1323 12010 (Samara 250 kW)
16.00-19.00: 1215 (Kaliningrad 1,2 MW)
15.00-17.00: 9870-DRM (Moskau 40 kW)
15.00-17.00: 1431 693 630 (alle Do 15.00-16.00 Sendepause) 558
17.00-18.00: 9750-DRM
18.00-19.00: 1431 693 630 558
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz (Sender) Programm
Mit dabei sind auch Sendungen im digitalen Modus von Digital Radio Mondiale, der mit bisherigen Kurzwellengeräten nur als Rauschen empfangen wird.
Nach der Ermordung des Zaren, dem Bürgerkrieg
und dem Sieg der Kommunisten war die Sowjetunion vom Rest der Welt isoliert,
und die Säuberungswellen in den 20er Jahren taten ein Übriges
für ein schlechtes Erscheinungsbild im Ausland. Ein Weg, die Isolation
zu durchbrechen, wurde die 1917 begonnene Nutzung des Rundfunks.
Schnittfehler im Original |
Radio
Moskau bis zum 2. Weltkrieg
Am 29. Oktober 1929 (7. November 1929) begannen mit einer Reportage von den Revolutionsfeierlichkeiten auf dem Roten Platz die Auslandsendungen von Radio Moskau. Zugleich war die Reportage mit Egon Erwin Kisch am Mikrophon die erste Sendung in Deutsch. Gemäß der kommunistischen Lehre diente Radio Moskau nicht der vermeintlich neutralen Information, sondern der klaren Stellungnahme für den Kommunismus und der moralischen Unterstützung von Kommunisten im Ausland. In den Jahren des zweiten Weltkriegs verstand sich Radio Moskau, so ein Rückblick 1979, als "Quelle wahrheitsgetreuer Information, die Hoffnung und Zuversicht einflößte, daß es einen friedliebenden und demokratischen deutschen Staat geben wird. Getreu der prinzipiellen Haltung der Sowjetunion hatte der Moskauer Rundfunk einen klaren Trennungsstrich zwischen dem Hitlerregime und dem deutschen Volk gezogen." |
| Radio
Moskau bis zu Glasnost und Perestroika
Nach dem Weltkrieg wurde Radio Moskau einer der Global Player im Ost- West-Konflikt. Dies schlug sich in der Vielfalt der Sprachen und dem hohen Programmausstoß nieder, aber auch im deutschen Programm, das für viele Jahre nach Zielgebieten differenzierte. Programme für Österreich gab es schon seit den dreißiger Jahren. Am 7. Januar 1958, als in der DDR die deutsch-sowjetische Freundschaftsgesellschaft gegründet wurde, brachte Radio Moskau die erste Sendung der "Stimmen der Freundschaft" für die DDR. Der Ost-West-Konflikt zeigte sich auch im Tonfall der politischen Programme, in den Hörerpostsendungen und in der Funkuniversität. In ihr konnten interessierte Hörer und Hörerinnen unter anderem Marxismus-Leninismus studieren. Noch einmal ein Zitat aus dem Rückblick auf 50 Jahre deutsche Sendungen 1979: "Radio Moskau betrachtet es heute als sein wichtigstes Anliegen, zum Ausbau der internationalen Zusammenarbeit in Europa beizutragen. Unsere Sendungen über das Leben der sowjetischen Menschen und über die Arbeit beim Aufbau einer kommunistischen Gesellschaft dienen der Völkerverständigung." West-Deutsche mögen es nur schwer ertragen haben, ständig auf der Anklagebank zu sitzen, war es doch immer die Bundesrepublik, die eine Revision der Geschichte anstrebte, politische und soziale Minderheiten unterdrückte und weltweit als williger Vasall der Amerikaner fungierte. |
Das
Maskottchen der Olympischen Spiele von 1980. Sie wurden vom Westen boykottiert,
der damit gegen den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan protestierte. |
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Die
neunziger Jahre
Auch in der Zeit der neuen Offenheit unter Michail Gorbatschow unterschieden sich die Ansichten von Radio Moskau und den westlichen Auslandssendern noch deutlich. Echtes Zittern in der Stimme konnte man freilich 1990 mitverfolgen, als alte Eliten gegen Gorbatschow putschten und Jelzin die letzte Bastion gegen die Rückkehr alter Zeiten war. Der Zusammenbruch des Putsches und das nachfolgende Ende der Sowjetunion bedeutete auch eine neue Situation für Radio Moskau bzw. die Stimme Russlands, wie der Auslandsdienst bald hieß. Die finanziellen Probleme der postsowjetischen Zeit beendeten den Versand von Souvenirs und Zeitschriften. Sogar Sende- und Programmpläne konnten nicht mehr regelmäßig gedruckt und verschickt werden. Zahlreiche Sprachdienste wurden aufgegeben. Auch der deutsche Dienst arbeitet seither unter schwierigen Bedingungen. Trotzdem konnte man der Situation noch eine humorige Seite abgewinnen. Als im Herbst 1993 alle bis Anfang der neunziger Jahre gedruckten Rubelscheine amtlich eingezogen wurden, bot Radio Moskau die Rubel seinen Hörern als Souvenir an. |
Religiöse
Sendungen
Seit 1993 kommen im Programm der Stimme
Russlands auch religiöse Programme, die als Geldquelle den Bestand
sichern. Für diese Sendungen wurde das "Programm für Österreich"
auf 15 Minuten gekürzt, was der Moderator am 3. April 1993 so kommentierte:
"Wir müssen leider die Sendezeit den religiösen Sendungen einräumen,
um zu überleben." Dem Frühjahr-Sommer-Programmheft gab Radio
Moskau einen Fragebogen über das Gesamtprogramm bei, in dem auch nach
der Bewertung der religiösen Sendungen gefragt wurde.
Mittlerweile sind die religiösen
Programme fest etabliert. Dabei handelt es sich um christliche Sendungen,
aber auch um Programme der Neureligion Universelles Leben, die christliche
und östliche Elemente aus der Perspektive des Mediums Gabriele Wittek
verbindet.
2010
Die Stimme Russlands bringt ihre deutsche
Mittagssendung seit dem 1. Juni 2010 auch wieder auf einer analogen Kurzwelle
(09.00-10.00 Uhr Lviv Krasne-UKR 11655 kHz). Im Hörerbriefkasten von
und mit Natascha Petrowa wurde das am 17. Juni von bekannten Kurzwellenfreunden
ausführlich kommentiert:
„Es freut uns, dass Sie, liebe Hörer,
unsere neue analoge Kurzwellenfrequenz sofort bemerkt haben.
In diesem Zusammenhang schreibt Herr Wolfgang
Büschel aus Stuttgart Folgendes: Liebe Mitarbeiter vom deutschen Dienst
der Stimme Russlands. Ich habe Ihre Sendungen nach vielen Monaten Stille
wieder gefunden. Es ist eine vorzügliche Idee um 1100 Uhr MESZ wieder
im 25 Meterband zu senden. Ich höre Sie jetzt wieder auf der Kurzwelle
11655 kHz. Das Signal kommt hier in Stuttgart in Süddeutschland sehr
gut herein. Ich hörte ihre Sendungen - damals Radio Moskau - seit
Mitte der 50ziger und habe in den 55 Jahren ihre Sendungen oft verfolgt,
überwiegend auf den Kurzwellen von Radio Moskau. Hiermit sage ich
Ihnen besten Dank für die Wiedereinführung der Kurzwelle für
das deutsche Programm der Stimme Russlands. Ich wünsche Ihnen auch
zukünftig viel Erfolg beim deutschen Publikum mit Ihren interessanten
Aussendungen.
Herr Walter Eibl aus Erlangen äußerte
sich ganz kurz über die Einführung der neuen analogen Kurzwelle
in der Sendestunde 11.00-12.00 MEZ: Liebe Redaktion,..... endlich ist mal
wieder eine Kurzwellenfrequenz zu dieser Zeit aufgeschaltet worden, mit
Mittelwelle oder gar DRM kann ich hier nix anfangen.
Unser ständiger Hörer Herr Bernd
Seiser aus Ottenau hat uns sofort einen Empfangsbericht für die neue
Frequenz geschickt. Er schreibt aber dazu: Durch Zufall habe ich mit großer
Freude am Vormittag wieder die Stimme Russlands mit dem deutschen Programm
empfangen. Seit wann wird denn um 9.00 UTC wieder auf der analogen Kurzwelle
gesendet und warum haben Sie die Hörer nicht über diese erfreuliche
Empfangsmöglichkeit informiert? Sehr geehrter Herr Seiser, auf der
analogen Kurzwellenfrequenz senden wir seit dem 1.Juni. Darüber
haben wir unsere Hörer sowohl per Funk als auch per Internet sofort
informiert. In der vorigen Briefkastensendung habe ich darüber auch
gesprochen.
Und noch einige Zeilen aus dem Brief von
Herrn Peter Vägler aus Strahlsund. Er schreibt: Liebe Freunde in Moskau,
ich begrüße es sehr, dass die Stimme Russlands nun auch am Vormittag
wieder auf einer Kurzwellenfrequenz zu empfangen ist. [...] Da ich in den
nächsten Tagen Geburtstag habe, würde ich mich freuen, wenn Sie
auf der QSL-Karte des nachfolgenden Empfangsberichtes den Senderstandort
vermerken könnten. Laut Ihrer Auflistung auf der Homepage kommt die
Sendung über ein Relais aus der ukrainischen Stadt Lwow. Das tun wir
gerne, sehr geehrter Herr Vägler. Wir übermitteln unsere herzlichen
Glückwünsche und Grüße zu Ihrem Geburtstag. Seien
Sie gesund und glücklich! Von uns bekommen Sie ein Musikgeschenk.
Wir bringen für Sie ein russisches Volkslied, gesungen von der berühmten
russischen Sängerin Ljudmila Sykina und hoffen, Ihnen damit
eine kleine Freude zu bereiten. [...]“
(http://german.ruvr.ru/radio_broadcast/4002860/10013786)
| ©
Dr. Hansjörg Biener 0103
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