Selbst wenn viele ihre Lieblingssender
auf UKW hören, gibt es auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle viel zu entdecken.
Im Moment ist aber unklar, ob die Tage dieser Wellenbereichhe gezählt
sind oder ob es durch die Digitalisierung einen neuen Aufschwung gibt.
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs
der Rundfunkanstalten (KEF) hat jedenfalls die ARD und das Deutschlandradio
aufgefordert, bis September 2010 „Aussagen zur Abschaltung ihrer Lang-,
Mittel- und Kurzwellensender zu machen“. In einer Mitteilung über
die Ergebnisse einer Sitzung am 25. Juni 2010 heißt es weiter, man
werde „prüfen, inwieweit der Weiterbetrieb dieser Sender, insbesondere
vor dem Hintergrund der Entwicklung des Internetradios und des digitalen
terrestrischen Hörfunks, noch wirtschaftlich ist“. Abschaltungen von
AM-Sendern werden als „möglich“ und potentieller „Beitrag zur Einsparung
von Kosten der Programmverbreitung“ angesehen.
In jüngerer Zeit haben bereits der
Rundfunk Berlin-Brandenburg (Dez. 2005), der Hessische Rundfunk (Jan. 2010)
und Radio Bremen (März 2010) die Mittelwelle aufgegeben, während
NDR, WDR und Südwestrundfunk sowie Deutschlandfunk in den letzten
Jahren in Mittelwellenanlagen investiert haben. Dies geschah vor dem Hintergrund
von Hoffnungen auf künftige Digitalsendungen in diesen Frequenzbereichen,
für die auch schon z. T. umfangreichere Anpassungen an den Sendeantennen
vorgenommen wurden.
Im Kurzwellenbereich gibt es noch die
Frequenz 6085 kHz des Bayerischen Rundfunks, die seit Mai 2005 in digitaler
Form genutzt und deren Abschaltung nun für Oktober 2010 angekündigt
wurde, sowie die für den Deutschlandfunk mit geringer Sendeleistung
(17 kW) aus Berlin-Britz betriebene Frequenz 6190 kHz.
Bei www.kwrs.de sind die aktuellen Meldungen von Dr. Hansjörg Biener zu finden.
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| nicht mehr aktiv
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Mittelwelle
G = Gleichwelle
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Dr. Hansjörg Biener
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