© Dr. Hj. Biener
Außer einheimischen Stationen bemühen sich gut 40 internationale Rundfunksender um eine deutschsprachige Hörerschaft. So hat man oft das Ohr am Pulsschlag der Welt, auch wenn man nicht Englisch, Französisch oder eine andere Weltsprache spricht. Über aktuelle Entwicklungen berichten neben Hobbyfachzeitschriften verschiedene Mailinglisten und Homepages. Aktuelle Meldungen von Dr. Hansjörg Biener zum internationalen Rundfunk finden sich hier bzw. werden über die e-Group Medien aktuell: Weltempfang verschickt.
Radio Slowakei International
 
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Radio Slowakei International
Mytna 1, 81290 Bratislava;
Post Office Box 55, 81005 Bratislava 15, Slowakische Republik,
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Sendeplan
Winter 2010/11 bis 31. Dez. 2010:

08.00-08.30: 5915 6055

14.30-15.00: 6055 7345

17.00-17.30: 5915 6010

19.00-19.30: 5915 7345

Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender)

Auflösung der Tschechoslowakei
Am 1. Januar 1993 entstanden aus der früheren Tschechoslowakei zwei eigene Staaten. Während Radio Prag als tschechischer Auslandsfunk weiterarbeitete und sogar slowakische Sender nutzte, dauerte es, bis die Slowakei mit einem entsprechenden Angebot auf Kurzwelle vertreten war. Zunächst meldete sich der slowakische Auslandsfunk ab 4. Januar 1993 stundenweise mit Relaissendungen des Inlandsprogramms, um eine »Brücke zwischen den im Ausland lebenden Slowaken und ihrer ursprünglichen Heimat« zu schlagen.

QSL-Serie von 1998: UNESCO-Weltkultur- und -naturerbe in der Slowakei
Radio Slowakei International hat auf seiner Homepage eine Galerie aller bisher herausgegebenen QSL-Karten zusammengestellt.
Banska Stiavnica

Sendebeginn von Radio Slowakei International
Am 29. März 1993 begann Radio Slowakei International mit Auslandssendungen in Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch. Technische Basis ist die leistungsfähigste Kurzwellenanlage der früheren CSSR in Rimavska Sobota. Die ältere Sendestation in Velke Kostolany ist inzwischen geschlossen worden. Schon früh gab es auch Überlegungen über die Ausstrahlungen des Auslandsprogramms über Satellit.

Vikolinec

Die deutsche Redaktion
Die deutsche Redaktion begann ihre Arbeit am 15. März 1993 mit nur drei Mitarbeitenden, was offensichtlich zu wenig war. Anderthalb Jahre später hatte die Redaktion ab September 1994 sechs Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Sie teilten sich nun tageweise die Federführung der Sendungen, nur der Sonntag wird im Wechsel betreut. In den Sendungen konzentriert man sich ganz auf die slowakische Geschichte und Gegenwart und die Beziehungen zum deutschen Sprachraum, lässt aber auch Möglichkeiten zur Hörerbindung nicht aus. So haben sich die deutschen Sendungen aus Bratislava unter den deutschsprachigen Kurzwellenfreunden etabliert. Mit gut 40 Prozent der Hörerbriefe führt die deutsche Redaktion beim Posteingang deutlich unter den Sprachdiensten.

Spis

2003 hatte Radio Slovakia International 71 Mio. Kronen zur Verfügung, davon 46 Mio. für die Kurzwellensendungen. Bereits seit dem 1. Dezember 2003 werden für Radio Slowakei International nur noch zwei statt wie zuvor drei Sender eingesetzt, womit die Ausstrahlungskosten etwa 60 % des für 2004 vorgesehenen Budgets von 57 Mio. Slowakischer Kronen (1,3 Millionen Euro) ausmachen. Die Nutzung eines Senders in Rimavská Sobota kostet den Slowakischen Rundfunk pro Jahr 13 Mio. Slowakische Kronen (etwa 320.000 Euro). Dieser Betrag wird vom Senderbetreiber pauschal berechnet, weshalb eine Reduzierung der kritisch diskutierten Anzahl der Wiederholungen (so wird das tägliche deutsche Programm viermal ausgestrahlt) keine nennenswerten Einsparungen mit sich bringen würde.

Eishöhlen 

Im Sommer 2004 kam es zu einem erheblichen Hick-Hack um den Fortbestand des Auslandsdienstes. Als erster Termin für das Sendeende auf Kurzwelle wurde der 30. April genannt und verschoben. In einem am 25. April 2004 ausgestrahlten Interview wurde dies von Ladislav Kubis, dem Chefredakteur von Radio Slowakei International, als erster Teilerfolg bei seinen Bemühungen um eine dauerhafte Erhaltung der Ausstrahlungen bewertet. Hintergrund der Auseinandersetzungen war eine dramatische Kürzung des dem Slowakischen Rundfunk im Rahmen des Staatshaushaltes durch das Parlament zur Verfügung gestellten Etats; statt des angemeldeten Finanzbedarfs von 270 Mio. Slowakischen Kronen wurden für das Jahr 2004 nur 97 Millionen Kronen bewilligt. Von diesem Restbetrag wurde nicht, wie bis 2003 üblich, ein bestimmter Teil für den Auslandsdienst reserviert. Dieses Vorgehen wird von Ladislav Kubis als rechtswidrig bewertet, da die Zuweisung staatlicher Mittel für den Auslandsrundfunk gesetzlich geregelt sei. Parlamentarier zeigten sich unzufrieden mit der möglichen Einstellung der Kurzwellensendungen. Der Medienausschuß des Nationalrats der Slowakei forderte das Finanz- sowie das Kultusministerium auf, die Finanzierung der Sendungen zu gewährleisten. Der Slowakische Rundfunk geht von weltweit 150.000 Hörern aus, von denen bei einer Abschaltung der Kurzwellensender nur 20.000 verbleiben würden.

Der Slowakische Rundfunk will Ende Juli 2005 84 von 909 Angestellten entlassen und die Auslandssendungen auf Kurzwelle einstellen. Die Leitung des Slowakischen Rundfunks unter  Jaroslav Reznik will so die Ausgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks senken und so Ausfälle aus Rundfunkgebühren (400 Mio. slowakische Korunas) und Staatsbudget (130 Mio. slowakische Korunas) kompensieren. Die Mitarbeiterschaft des Auslandsdienstes reagierte auf die Mitteilung mit einem offenen Brief an den Staatspräsidenten Ivan Gasparovic sowie an die Parlaments- und Regierungsvertreter. Auf der Homepage des deutschen Dienstes wird er folgendermaßen übersetzt:
 „Ein Viertel der Zahl der Arbeitsstellen, die aufgelöst werden sollen, bilden die Mitarbeiter von Radio Slowakei International. Es handelt sich um 21 Angestellte, fast zwei Drittel der Gesamtzahl der RSI-Mitarbeiter. Infolge dieser radikalen Massnahmen wird RSI, eine wichtige, einzigartige und oftmals – wie die Hörer selbst betonen – die einzige Informationsquelle über die Slowakei in sechs Sprachen – Englisch, Französisch, Deutsch, Russisch, Slowakisch und Spanisch – nicht mehr vollwertig ihre Mission erfüllen können.
Die Auslandssendungen gelten in den meisten Ländern als ein Bestandteil der gesamten Auslandsstrategie. Trotz der deklarierten Bemühung, RSI in die Präsentation der SR im Ausland einzugliedern, ist kein Ressort bereit, die Finanzierung des Senders zu übernehmen. Bis Mitte des Jahres 2006 soll das Wirtschaftsministerium der SR 2,6 Milliarden SKK für die Förderung des Fremdenverkehrs gewähren, davon sind 700 Millionen SKK für die Propagation der Slowakei im Ausland bestimmt. Es ist ein großes Paradox, dass der Staat in seinem Bestreben um die Propagation einer solchen jahrelang funktionierenden und bewährten Form der Propagation des Landes weltweit wie RSI mit der Summe von 50 Millionen SKK jährlich nicht unterstützen kann.
Mit diesem offenen Brief äußern wir unsere Unterstützung der Bemühung der Leitung des Slowakischen Rundfunks um die Erhaltung der Auslandssendungen.“
Unterzeichnet: die Mitarbeiter von RSI

Der Kurzwellendienst von Radio Slowakei International wird bis auf weiteres weitergeführt. Dies ergaben am 19. Juli 2005 Gespräche auf höchste Ebene. Dessen Direktor,  Jaroslav Reznik, fordert von der Politik eindeutige Signale des Interesses. Wenn ein Auslandsdienst politisch gewollt sei, müsse er aus dem staatlichen Budget und nicht aus inländischen Hörergebühren finanziert werden. Weder das Kultur- noch das Außenminister haben aber Zusagen gemacht. Da die Rechtslage dazu ohnehin ungeklärt ist, soll dies nun geklärt werden.

Vorrübergehendes Sendeende auf Kurzwelle
Zum 1. Juli 2006 wurde trotz heftiger Proteste der Hörerschaft die Kurzwellenübertragung von Radio Slowakei International eingestellt. Dies wurde gegen den Widerstand des Chefredakteurs Ladislav Kubis, der bei einer Anhörung die Existenzfähigkeit eines solchen Auslandsprogramms bestritt, am 24. Mai vom Rundfunkrat beschlossen. Slovenský Rozhlas sieht sich außerstande, die Auslandssendungen von Radio Slowakei International in bisheriger Form weiter aufrechtzuerhalten, nachdem im slowakischen Staatshaushalt für das Jahr 2006 keine Mittel für RSI mehr vorgesehen sind.
SRo befindet sich in einer angespannten finanziellen Lage und schuldet der Slovenské Telekomunikáze Sendermieten von inzwischen 182 Mio. Slowakische Kronen (4,9 Mio. Euro). Slovenské Telekomunikáze hatte
bereits im Dezember 2005 angedroht, die von SRo genutzten Mittel- und Kurzwellensender abzuschalten. Mit der Einstellung des Sendebetriebs auf Kurzwelle würden jährlich rund 32 Mio. Kronen (850.000 Euro) eingespart. Darüber hinaus sollen die spanischen Sendungen von RSI ganz eingestellt und künftig nur noch Programme in Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch über Satellit und Internet verbreitet werden. Mit diesem von SRo entwickelten Konzept für einen Not-Auslandsdienst würden die jährlichen Kosten für RSI von 55 Mio. Kronen (1,47 Mio. Euro) auf 20 Mio. Kronen (530.000 Euro) sinken.
Die Station war vom  1. Juli bis 29. Oktober 2006 nur noch über Satellit und Internet zu hören. Statt vier werden die Sprachprogramme nur noch zwei Mitarbeitende haben. Wie ein regulärer Sendebetrieb mit nur zwei Redaktionsmitgliedern überhaupt aufrechterhalten werden kann, ist ebenfalls noch nicht geklärt.

Die Zukunft des slowakischen Auslandsrundfunks Radio Slowakei International ist offenbar erneut unsicher. Wie es heißt, wurden den Mitarbeitern die Verträge zum Jahresende 2009 gekündigt, nachdem der Slowakische Rundfunk vom Staat noch keine neuen finanziellen Mittel zum Betrieb des mehrsprachigen Senders erhalten hat. Radio Slowakei International hofft, die Gelder noch zu erhalten. In diesem Fall würde der Sendebetrieb unverändert fortgesetzt werden. Andernfalls würden ausschließlich die Sendungen in slowakischer und englischer Sprache fortgeführt werden - vermutlich aber ausschließlich im Internet. Die Einstellung der im März 1993 eingeführten Auslandssendungen wird in Bratislava schon seit 2004 immer wieder diskutiert. Von Juli bis Oktober 2006 war der Sendebetrieb auf Kurzwelle bereits unterbrochen.  (Extrablatt des deutschen Hörerklubs) Die seitdem erneut ausgestrahlten Programme in Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Slowakisch werden von einer personell stark ausgedünnten Redaktion gestaltet.

 

2010 Sendeende auf Kurzwelle  

Radio Slowakei International sollte am 31. Dezember 2010 seine Kurzwellensendungen einstellen. Wie aus Redaktionskreisen in Bratislava zu hören war, sei die Abschaltung der Kurzwellen von Radio Slowakei International, die der Rundfunkrat von Slovenský Rozhlas am 22. September 2010 genehmigt hatte, endgültig besiegelt. Wie es heißt, kommt es zwar nicht bei Slovenský Rozhlas, jedoch auf der Sendestation Rimavská Sobota zum Verlust von Arbeitsplätzen. Offen bleibt dabei zunächst, ob das Betreiberunternehmen Towercom die Sendeanlagen ganz außer Betrieb nimmt. Hiervon betroffen wäre auch die italienische Organisation NEXUS-IBA, die aus Rimavská Sobota Programme ihres "Italian Radio Relay Service" ausstrahlt. (Kai Ludwig Radio-News RBB 5.12.2010)


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Sendeplan
10.00 Uhr ME(S)Z 9510 kHz, 1. Samstag im Monat

1985 gründete Jens F. Hofstadt alias DJ Charlie Prince seine Hobbystation. Nach 25 Jahren im Ruhrgebiet zogen er und sein Studio jetzt im April 2009 in die Kreuznacher Kreuzstraße.
Dank Sendezeitanmietung im Ausland treibt DJ Charlie Prince nun schon seit Jahrzehnten auf der Kurzwelle sein Wesen. Ab 2004 sendete man auf einer 100-kW-Kurzwelle aus Lettland. Die aktuelle Hauptwelle wird derzeit vom Italian Radio Relay Service in Milano, Italien, vermittelt. Der 150-kW-Sender steht im slowakischen Grenzgebiet zu Ungarn und sendet die „Funky Sounds for Central Europe“ immer am ersten Samstag des Monats auf der Kurzwelle 9510 kHz.
Die monatlich ausgestrahlten Sendungen enthalten nicht nur Musiktipps aus den Siebzigern bis hin zu aktuellen Platten, sondern auch Informationen über Charlie’s Lieblingsinsel Malta.
Malta   –   Seitdem der Inselstaat keinen Auslandsdienst mehr betreibt, verkündet Charlie interessante Nachrichten und Fakten.
Medien – Mit Schwerpunkt „Freies Radio“ gibt es Interessantes und Anekdoten aus der Medienszene!
Musik – In seinen Shows präsentiert Charlie nicht die größten Hits aller Zeiten, sondern handverlesene Plattentipps. Soul und Funk wechseln sich ab mit Jazz und Pop.
Mehr  –  Passanten werden gelegentlich witzig zu aktuellen Themen interviewt!
 
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