© Dr. Hansjörg Biener
Religiösen Sendungen hört man oft die Herkunft nicht an. Noch mehr als bei der Morgenfeier oder Andacht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt das dort, wo religiöse Anbieter Sendezeit kaufen oder eigene Sender und Programme aufbauen. Nicht jeder katholische Anbieter ist auch die Stimme der römisch-katholischen Amtskirche. Noch weniger gilt bei protestantischen Radio- und Fernsehsendungen, dass sie mit einer traditionellen evangelischen Volks- oder Freikirche verbunden sind. Diese Internetseiten sollen zu ein wenig mehr Klarheit führen.  Für regelmäßige Informationen über die Senderszene gibt es »Medien aktuell: Kirche im Rundfunk«. Buch zur Grundinformation über die internationale Senderszene-Buch zur Grundinformation über die deutschen Radiomissionen

Trans World Radio in Swaziland
 
Kontakt
Trans World Radio Swaziland, 
P.O.Box 64, Manzini, Swaziland
www.twrafrica.org
Sendeplan in Deutsch für das Südliche Afrika (Weltzeit)
04.00-04.30 Uhr Mo-Fr Aufgeweckt, 
04.00-05.00 Uhr Sa ERF Aktuell, So ERF-Magazin
3200  4775 kHz
Uhr Weltzeit (+1=MEZ/+2=MESZ) Frequenz 

Seit mehr als 30 Jahren strahlt die internationale evangelikale Radiomission Trans World Radio (TWR) aus dem südlichen Afrika christliche Programme aus. Am 1. November 1974 begann TWR aus Manzini, der zweitgrößten Stadt des kleinen südostafrikanischen Königreichs Swasiland, mit Sendungen in neun Sprachen, darunter Englisch, Afrikaans, Portugiesisch, Zulu und Suaheli. Und auch deutsche Sendungen aus den Studios des Evangeliums-Rundfunks in Wetzlar gehörten dazu.

Ursprünglich wollte TWR eine Sendestation in Südafrika errichten. Nach Lizenzproblemen in Südafrika ging Trans World Radio nach Swasiland, den mit 926.000 Einwohnern und einer Fläche von rund 17.000 qkm nach Gambia zweitkleinsten Staat Afrikas. Geographisch ist Swasiland eingerahmt vom großen Nachbarn Südafrika und von Mozambique. Das ehemals britische Protektorat wurde 1968 unabhängig. Zwei Jahre später nahm Trans World Radio 1970 Verhandlungen mit der Regierung Swasilands auf. Drei Jahre zogen sich die Entscheidungen der Regierung des Königreichs hin, bis im Juni 1973 die Genehmigung zum Bau einer Sendeanlage erteilt wurde. Auf der Mpangala Ranch, 40 Kilometer außerhalb der zweitgrößten Stadt des Landes, Manzini, wurden zunächst zwei Sender errichtet, die Mitte 1974 mit Testsendungen begannen. 1975 wurde ein dritter Sender für die Kurzwelle angeschlossen.

Heute stehen vier Kurzwellensender, davon einer mit 50 und 3 mit je 100 Kilowatt Leistung sowie ein Mittelwellensender von 50 kW zur Verfügung. Ferner betreibt Trans World Radio ein UKW-Netz in Swasiland (mit fünf Sendern in den Sprachen Siswati, Zulu und Englisch) und nutzt zwei Satellitennetze und seit 1995 vier Kurzwellensender mit 250 bis 500 Kilowatt in Meyerton bei Johannesburg.

Zum Verteilzentrum ist inzwischen das Regionalbüro von TWR-Afrika in Kempton Park geworden. Damit erreicht die Radiomission Menschen in über 60 Sprachen in mehr als 40 Staaten Afrikas. Aber auch nach Südasien (Pakistan) reichen die Sendesignale. In der Folge des Ausbaus der Sprachprogramme entstanden auch Studios in Südafrika, Angola, Malawi, der Elfenbeinküste, Kenia, Mosambik, Simbabwe und Burundi.
Im Juni 1987 wurde von Manzini aus die erste Sendung des Hilfsprojektes „Afrika soll leben“ ausgestrahlt. Anlass war die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika. Begonnen wurden Gesundheits- und Entwicklungsprogramme in englischer Sprache. 1990 kamen Französisch und Suaheli hinzu. Heute werden die Programme auch von einem Dutzend staatlichen Regionalsendern übernommen. Insgesamt strahlen über 75 UKW-Sender in Afrika die TWR-Programme in ihrem Gebiet aus.

In Südafrika und Namibia werden schon seit 1974 deutsche Radioprogramme von Swasiland über Kurz-welle ausgestrahlt. Die deutschen Predigten und Interviews von Menschen hier aus Afrika sind so beliebt, dass nach diesen Sendungen die meisten Nachfragen für Sendungskopien eintreffen. Inzwischen sind diese ERF Sendungen auch über verschiedene UKW-Sender in Südafrika und Namibia zu hören. Immer mehr Hörer schalten im südlichen Afrika über Satellit ein, um einen besonders guten Empfang des deut-schen Programms zu haben.
 
Mit einem Gottesdienst feierte Trans World Radio am 4. November 2004 30 Jahre Kurzwellensendungen aus Swaziland. In offiziellen Grußworten wurde Trans World Radio zu weiteren Entwicklungshilfe- und AIDS-Präventionsprogrammen aufgefordert. TWR’s International President, Dr. David Tucker, betonte, der lokale UKW-Zweig Voice of the Church werde sich weiter intensiv um die Bedürfnisse der Bevölkerung Swazilands bemühen. Bei der Gelegenheit erneuerte Stephen Boakye-Yiadom, TWR’s International Director for Africa, die Entschlossenheit, ein ewigkeits- wie gegenwartsrelevantes Christentum zu verkündigen. (www.twrafrica.org/0054.asp).
© Dr. Hansjörg Biener 0410
letzte Bearbeitung 1012
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