Stimme
der Türkei
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Türkiye'nin sesi Radyosu - deutscher Dienst Postfach 333 TR-06443 Yenisehir Ankara, Türkei deutsch @ trt.net.tr Diese QSL-Karte gab es im Jubiläumsjahr 1998 als Dank für Empfangsberichte. |
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Winter
2012/13
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Zur Geschichte
Wie in vielen Ländern begann das
Radiozeitalter in der Türkei Mitte der zwanziger Jahre. Die ersten
Funkversuche fanden in Istanbul, Ankara und Izmir statt. Im Februar 1926
wurde das Rundfunkmonopol an die Post übertragen, und im folgenden
Jahr bekam eine Aktiengesellschaft, an der auch die Post beteiligt war,
eine Sendelizenz für zehn Jahre. Nach dem Ablauf der Konzession übernahm
der Staat die direkte Kontrolle über den Rundfunk.


Als am 10. November 1938 der türkische Auslandsdienst begann, waren die ersten Fremdsprachen Englisch, Französisch und Deutsch. Die hier spürbare Westorientierung der Türkei geht auf Kemal Atatürk zurück, der aus den Resten des im Ersten Weltkrieg untergegangenen Osmanischen Reiches einen lebenskräftigen Nationalstaat nach westlichem Vorbild schaffen wollte. Ironie der Geschichte: Der erste Sendeinhalt war die Nachricht vom Tod des Republikgründers Mustafa Kemal (Saloniki 1881-Istanbul 1938). Der als Atatürk verehrte Präsident hatte nach Ausrufung der Republik 1923 das Land auf einen radikalen Westkurs gebracht: Das Sultanat und das Kalifat wurden abgeschafft, die arabische Schrift durch die lateinische ersetzt, Koranschulen verboten, westliche Kleidung durchgesetzt, das Schweizer Zivilrecht eingeführt.
Die Türkei wurde im Zweiten Weltkrieg von den Achsenmächten ebenso umworben wie von Großbritannien und Frankreich, blieb aber bis auf die letzten Kriegsmonate neutral. Dass die Türkei in den dreißiger und vierziger Jahren deutschen Intellektuellen Zuflucht bot, ist nicht nur immer wieder Stoff für Sendungen, sondern manchmal auch Hinweis in Kommentaren, die sich gegen den Vorwurf mangelnder demokratischer Orientierung in der Türkei wehren.


Über viele Jahrzehnte suchte die Türkei Nähe zum Westen, auch wenn es ständig mit EG und NATO wegen undemokratischer Regierungsformen und wegen der Kurdenfrage Probleme gab. Trotzdem gibt es immer noch eine "EU-Agenda", wie eine der Sendungen im deutschen Programm heißt. In den neunziger Jahren hat die Westorientierung jedoch Konkurrenz bekommen. Im selben Jahr 1989, als der Fall der Berliner Mauer den Fall der kommunistischen Systeme einläutete, wurde das Beitrittgesuch zur EG abgelehnt. Der Zusammenbruch der Sowjetunion hat im Kaukasus und in Zentralasien neue Staaten entstehen lassen, die mit der Türkei durch den Islam, gemeinsame ethnische Wurzeln und verwandte Sprachen verbunden sind. Für die türkische Wirtschaft und Politik ergaben sich hier die Chancen zu neuen Einflusszonen, und die Türkei arbeitet aktiv an einer Rolle als Regionalmacht im Nahen Osten und in Mittelasien.


Viele Programme werden zentral vorbereitet
und dann übersetzt. Neben den Sendungen die für Auslandssender
typisch sind, gibt es auch Sendungen, die den türkischen Standpunkt
zu internationalen Debatten beitragen. Beispiele sind im zweiten Halbjahr
2006 die Sendungen "Armenier-Frage: Gestern und heute", "Wer sind diese
Terroristen" und "Getrennt auf einer Insel" (Zypern).
Einige Programme werden von vorneherein
in Deutsch geschrieben. So gibt es seit 1992 eine eigene Berichterstattung
über "die Beziehungen der Türkei und der deutschsprachigen Länder".
Seit Januar 1994 heißt die Sendung "Aktivitäten der Türkei
mit deutschsprachigen Ländern". Neu im ersten Halbjahr 2001 ist zum
Beispiel die Sendereihe über "Türkische Mitbürger in Deutschland".
Weitere Anknüpfungspunkte bieten der Tourismus, aber auch das deutsch-türkische
Zusammenleben in der Türkei. Immerhin etwa 100000 deutschsprachige
Menschen leben dauerhaft in der Türkei, meist Frauen, die mit einem
Türken verheiratet sind, aber auch Mitarbeitende von Firmen, die für
einige Jahre in die Türkei versetzt wurden.
Die bisherige Leiterin der deutschen Redaktion, Engin Asena, ist zur neuen Leiterin der Fremdspachenabteilung der Stimme der Türkei ernannt worden. Ihre Nachfolgerin als Leiterin der deutschen Redaktion ist seit dem 8. März 2005 Dr. Ufuk Gecim.


Tourismus Radio
Die deutsche Redaktion der Stimme der
Türkei sendet zweimal täglich für Mitteleuropa, ist aber
auch für Nachrichten beim seit 1990 bestehenden Tourismussender im
Inland zuständig. Tourismus Radio (turizmradyosu@trt.net.tr) sendet
aus Antalya / Lara in Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch und
Russisch auf dem Türksat 1C (11 096-V-SR27500-FEC 3/4) im TRT-Digitalbouquet.
Terrestrisch werden folgende Sendegebiete versorgt: Antalya 92,1 MHz, Ankara
100,3 MHz, Alanya 94,4 MHz, Ayvalik 101,1 MHz, Bodrum 97,4 MHz, Fethiye
103.1 MHz, Istanbul 101,6 MHz, Izmir 101,6 MHz, Kalkan 105,9 MHz, Kapadokkien
103,0 MHz, Kusadasi 101,9 MHz, Marmaris 101,0 MHz, Pamukkale 101,0 MHz
und Trabzon 101,5 MHz.
„Ziel unseres Tourismus Radios ist es,
den Türkeiurlaubern die historischen Eigenschaften unseres Landes
bekannt zu machen und ihnen aktuelle Informationen über Wetter, Verkehr,
Wechselkurse, Hotelpreise zu geben. Ferner bringt unser Sender Nachrichten
aus der Türkei und der Welt sowie Musik, um den Türkei-Urlaubern
einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.“
Der Sendeablauf (Ortszeit) sieht folgendermaßen
aus: Musikrotation, 8.30 Uhr Nachrichten (Englisch, Französisch, Deutsch),
8.40 Uhr Live-Programm (Englisch, Deutsch, Russisch), 10.30 Uhr Nachrichten
(Englisch, Französisch, Deutsch, Russisch, Griechisch), 10.45 Uhr
Live-Programm (Englisch, Deutsch, Russisch), 12.30 Uhr Nachrichten (Englisch,
Französisch, Deutsch, Griechisch, Russisch), 12.45 Uhr Live-Programm
(Englisch, Deutsch, Russisch), 15.00 Uhr Nachrichten (Englisch, Französisch,
Deutsch, Griechisch, Russisch), 15.15 Uhr Live-Programm (Englisch, Deutsch,
Russisch), 18.30 Uhr Nachrichten (Englisch, Französisch, Deutsch,
Griechisch, Russisch), 18.45 Uhr Live-Programm (Englisch, Französisch),
21.30 Nachrichten (Englisch, Französisch, Deutsch, Griechisch, Russisch),
21.45 Uhr Live-Programm (Englisch, Griechisch), 23.58 Uhr Programmablauf.
(Stimme der Türkei-Programmheft 1.7.-31.12.2005)
Informationen
zur politischen Bildung
Das Online-Magazin Qantara.de – Dialog
mit der islamischen Welt (www.qantara.de) erweitert zum 12. Februar 2007
sein bisher drei-sprachiges Angebot um eine türkische Sprachversion.
Autoren aus Deutschland, der Türkei und der arabischen Welt eröffnen
einen neuen Blickwinkel – in Hintergrundberichten, Essays, Kommentaren,
Analysen, Interviews, Briefwechseln und Porträts aus den Bereichen
Politik, Gesellschaft und Kultur.
Qantara.de wird von der Deutschen Welle,
dem Goethe-Institut, der Bundeszentrale für politische Bildung und
dem Institut für Auslandsbeziehungen getragen und arbeitet am Dialog
der Kulturen, ohne strittige Fragen auszuklammern. Das Magazin ist seit
März 2003 in den Sprachen Deutsch, Englisch und Arabisch online und
wird vom Auswärtigen Amt im Rahmen des „Europäisch-Islamischen
Kulturdialogs“ finanziert.
Das türkischsprachige Angebot www.qantara.de/tr
entsteht im Rahmen der „Ernst-Reuter-Initiative für Dialog und Verständigung
zwischen den Kulturen“, die im September 2006 von Bundesaußenminister
Frank-Walter Steinmeier und dem türkischen Außenminister Abdullah
Gül ins Leben gerufen wurde. Ziel der Initiative ist es, gemeinsam
mit Partnern aus Wirt-schaft, Medien, Bildung und Wissenschaft die deutsch-türkische
Zusammenarbeit – insbesondere in den Bereichen Medienkooperation, Jugendaustausch,
Integration und Wissenschaft – zu intensivieren. (DW-Pressemitteilung 026/07
7.2.2007)
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Dr. Hansjörg Biener 0103
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