© Dr. Hj. Biener
Außer einheimischen Stationen bemühen sich gut 40 internationale Rundfunksender um eine deutschsprachige Hörerschaft. So hat man oft das Ohr am Pulsschlag der Welt, auch wenn man nicht Englisch, Französisch oder eine andere Weltsprache spricht. Über aktuelle Entwicklungen berichten neben Hobbyfachzeitschriften verschiedene Mailinglisten und Homepages. Aktuelle Meldungen von Dr. Hansjörg Biener zum internationalen Rundfunk finden sich hier bzw. werden über die e-Group Medien aktuell: Weltempfang verschickt.
Stimme Vietnams
 
Kontakt
Radio the Voice of Vietnam
45 Ba Trieu Str.
Hanoi
Vietnam

Sendeplan 
Die deutsche Redaktion der Stimme Vietnams hat im Winter 2011/12 einen neuen Senderstandort: 

20.30-21.30: 6175 (al-Dhabiya 250 kW, 315°) 

Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) 

"Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und hoffen auf Ihre Empfangsberichte." Erfahrene Kurzwellenfreunde sehen die Nutzung von al Dhabiya skeptisch, denn sie hat schon bei anderen Stationen nicht funktioniert. "Ich will da ja mal nicht so schwarz sehen, aber bisher haben uns die Signale der Deutschen Welle aus der UAE im Winter nie vom Hocker gerissen. [...] Warum wird überhaupt aus UAE gesendet? Weil durch die Stilllegung von Rampisham die Firma Babcock in England gar nicht genügend Sender zu Spitzenzeiten zur Verfügung hat, zumal auch nicht im 75 mb." (Deutsche Redaktion von VOV 22.10.2011, Wolfgang Büschel 23.10.2011)

Winter 2006/07 07/08 08/09 09/10 10/11
20.30-21.30: 3985 kHz
Sommer 2007 2008 2009 2010
19.30-20.30: 9430 kHz 
Uhr Weltzeit (+2=MESZ): Frequenz
Das Programm wird darüber hinaus bei
http://203.162.1.208/online/new/vov6_e.htm im Internet angeboten.


QSL-Blatt von 1978

Zur Geschichte der deutschsprachigen Sendungen
Seit dem 1. März 2006 sendet die Stimme Vietnams auch auf Deutsch. Deutschsprachige Sendungen waren seit Jahren im Gespräch gewesen und doch eine freudige Überraschung, zumal die Nachricht auf der Homepage der deutschen Botschaft, aber nicht beim Auslandsdienst zu lesen war (www.vov.org.vn).
 

Photo der deutschen Redaktion bzw. ihrer Chefs von der Eröffnungszeremonie am 1. März 2006

Photo auf der Grußkarte zu Weihnachten 2006: v.l. Huong Giang, Nguyen Hung, Thuy Duong, Christian Oster, Thuy Hang, Ngoc Nuong, David Frogier, Doan Trang

Ab dem 1. November 2006 wurde das deutschsprachige Programm der Stimme Vietnams 20.30-21.30 Uhr Weltzeit aus Skelton gesendet. Die Relaissendung ersetzte die zunächst direkt aus Vietnam ausgestrahlten Sendungen. Nun wurde das halbstündige Programm digital über einen Thaicom-Satelliten nach England überführt und zweimal hintereinander in verschiedene Richtungen ausgestrahlt. Die erste Sendung ist für Nord- und Ostdeutschland bestimmt, die zweite (175°) für Süddeutschland, die Schweiz und Österreich. Im Internet kam die halbe Stunde unverändert 15.30-16.00, 18.00-18.30 und 21.30-22.00 Uhr, wie auch die Sendung in Vietnam selber unberührt blieb.

Die QSL-Karte wirkt ein bisschen langweilig. Schöner sind die beigelegten Grußkarten. Empfangsberichte per e-Mail sollen laut einer Mitteilung der deutschen Redaktion der Stimme Vietnams nicht an die in Sender und Frequenzen 2010 für sie angegebene Adresse btdn.vov @ hn.vnn.vn gehen (vgl. S+F 2010, S. 302), sondern an deutsch_vov @ yahoo.com.
Die deutsch-vietnamesische Geschichte hat vielfältige Facetten. In Zwischen den Fronten
(Berlin: Logos-Verlag, 2006) beschreibt Heinz Schütte die Rolle von etwa 1000 deutschstämmigen Deserteuren, die zwischen 1945 und 1954 aus der französischen Fremdenlegion zum vietnamesischen Gegner überliefen. Die "erste Generation" habe aus Antifaschisten bestanden, die 1933 vor den Nationalsozialisten nach Frankreich geflohen und der Fremdenlegion  beigetreten waren, um der Internierung zu entkommen. Diese wechselten in Indochina vom antifaschistischen in den antikolonialistischen Kampf. Weniger "intellektuell" waren dann die Angehörigen der "zweiten Generation" von Überläufern, die nach 1945 im Chaos der Nachkriegsjahre zur Fremdenlegion gegangen waren und sich im Indochina-Krieg aus mancherlei Gründen dem Zugriff der Franzosen entzogen.
 
© Dr. Hansjörg Biener 0610
letzte Bearbeitung 1110
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